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XIV.
Erasmus Stella und dessen nun erst ans Licht tretende(üommentari!vü «LIZ. I>oi>. on^L mrüii ^»»1 s^r.^»!.
Der Vorsatz, mich von allen Werken und Schriften zuunterrichten, um welche unsere Bibliothek besondere Verdienstehat, führte mir auch Andr. Alchammers Leben in die Hände,welches 1740 der damalige Conrector zu Wolfcnbüttcl und itzigcRcctor in Schöningcn, Herr M. DallensteSt, herausgegeben (").Denn der Verfasser hat demselben einige nicht unwichtige Dingebeygefügt, die er aus Papieren unserer Bibliothek genommenzu haben bekennet; besonders XXX Briefe von verschicdnengleichzeitigen Gelehrten an Althammern.
Unter diesen Briefen nun fand ich den einen, von Eras-mus Stella , besonders merkwürdig, weil er Nachrichten enthalt,die Rrevsing, als er das Leben dieses mehr berüchtigten alsberühmten Geschichtschreibers abfaßte,^) sehr wohl hätte brau-chen können. Man lernt daraus nicht allein des Stell«^nliyultaws Loiulkcas näher kennen: sondern sieht auch, wiees gekommen, daß er sein Werk von den Meißnischen Alter-thümern nicht drucken lassen, von welchem er doch so vielWunders sagt. Man höre nur: IZgo noltris coolulore cupiens,iiom^uv tum p^tnN tum provilielalibus Aratiücarv vollZlis, oi'Nmtia 8alam A ^Ibim, (yuoe knäio sdutii, eeu plera<^uo »lia,klisiila voeatur) Änti«iuitstos nl> orizino multo meo tuüorv incla-Aktvi, primusc^uo not°tratil>us parentes, avos prosvosczuo pro vi-ril! vKencli^ vivikus vrliium eonclitorvs inclieav!, IvFum latoros!i>meclium procluxi, proeeridus sroium turriturum auetoros attuli,et alia icl gvnus inult», lZsuN Iiactonus <H!mmori!s tonvl»is olirut»iacuvrunt u. s. w. Wer sollte nun nicht bctaurcn, daß so ein
(°) ^Viiörviv ^Illismeri VUs. .^cceSunc l. ^VIIIiAmvli Ilittoiw »lo-ntlNerii LI»!, ilem Iiig-l I'.pMolüium et ü>z 8u«viW I.i»uililnis Lpistolil.II. Io> Iloriilnirg >w Nlu Vun>WIIi»g!e. III> Lpilloliv XXX. äUUsmme-mm. vmiua cui» uc MMo /o. ^- n. La^e/i/^»</ii, Wolfenlnil. 1740, 4lo.
(°°) Diplomcilischc Nachlese der Historie von Obcrsachscn. Th. m> S. 500.