Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
366
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Zur Geschichte und Litteratur. Dritter Beytrag.

A in.iFn!üeu5 und hochgelehrter Mann aus Pohlen zu mir auf dieseWeise: ttatim polt tuum cllsoeslum a noliis Iparl'us eK inmoi',tuum ?rmcipem, l°e. ?alatmnm, l'vripllll'e ad ool'trum liebemnt te eapiat, <^ vmetum Uvicleltieizam mittat, kmem rumoioma ?retic> et all aliis vei'itatis Iiol'tll>us ecmllatnm elile arliitror,lieut et al!a nmlta; jam ut tlvi oaveas vt Nomen tuum ns ape-rias veitemoriter rogo. Solche und dergleichen Sachen machten michalso furchtsam, daß ich eine Zeitlang krank lag, und meinen Schlafverlor, und nicht anders gedachte, oder gedenken konnte, denn ichwäre schon wieder gefangen: und das war mir der größte Stoß, daßein gemein Geschrey war, der Fürst in Siebenbürgen wäre vom Tür-kischen Kayser abgefallen und hätte sich zu dem Römischen Kayser ge-schlagen, sich und das ganze Land an dem Kayser ergeben, und sol-ches wurde nicht von Schlechten, sondern von den Vornehmsten imLande gewiß gehalten, und alle Arrianische im Lande würde manverbrennen: diß. sprich ich, that mir den größten Stoß. Denn ichgedachte an die Worte, die mir ein Schreiber, mit Namen M. Ste-phan, in dem Gefängniß zu Heydelberg gesagt hatte.Wann ichzum ersten, da ich bis Ungarn kommen, nicht hätte wieder umgc-wendet, sondern wäre in Siebenbürgen gezogen, so wäre ich gefan-gen, und in des KayscrS Hand gen Wien überantwortet worden",gedachte derohalbcn bey mir: Siehe, in dem Gefängniß zu Heydelbergwurde dir allezeit vorgcworffen, was man mit dir handelte und thäte,das müßte man des KayserS halben thun; bist du denn nun in Sie-benbürgen , in des KayserS eigenem Lande, wle wird denn der Kayserallda mit dir umgehen lassen? Solches und dergleichen hielt ich demSupcrindenten, dem Francisco Dauidrs zu Clausenburg vor, derbcschlagte sich im Rathe, wohin ich doch mit andern etwa zween Mo-nate ziehen möchte, da ich sicher und ohne alle Sorge wäre, bis daßman eigentlich möchte inne werden, ob mir eine Gefährlichkeit in Sie-benbürgen würde zustehen oder nicht; wurde derohalbcn für gut ange-sehen, daß ich mit einem öffentlichen Druck diese Calumnien, so mirvon den Heydelbergischen aufgelegt, einschüttet und meine Unschuld anTag gäbe. Denn in Siebenbürgen wußten sie alle gleichwohl, daßmich etliche von einer gefundenen Schrift halben, die ich sollte ge>schrieben haben, für einen Feind des Vaterlanos hielten. Dieweilaber der Fürst in Siebenbürgen uns etwas zu drucken gänzlich ver-