Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
367
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Adam Nenser. ZK7

holten hatte, damit die Arrianischc Lehr (wie maiis nennt) nicht mehrüber Hand nähme, und er bey andern christlichen Fürsten solchesDrucks halben keine Ungunst überkäme, ward von dem Superindcntcnbeschlossen, daß ich aus zween Monat in Ungarn, ausserhalb des Für-sten in Siebenbürgen Gebiete, in eine Stadt, mit Namen Sochiman(dem Bascha zu Temitschwar unterworffcn) zu einer Druckerey ziehensollte, und daselbst mit einem offnen Druck meiner Widersacher Schmäh-worte widerlegen, und auch was ich sonst bey mir Nützliches hätte,drucken laßen; wurde derohalbeu mit einer öffentlichen Commendationoder Schreiben des Superindcntcn Francisco Davidrs abgefertigetzu dem Buchdrucker gen Schimau, welcher unter vorgemeldten Snper-indentcn Gebiete, und ein Prediger daselbst zu Schiman war, mitNamen Paulus; und solche gemeldte Commendation die lautete an allePrediger in Ungarn , die unter dieser Superintendcntz waren, undsonderlich an den Herrn Dcnedict/ den Prediger zu Temitschwar. Eheich aber aus des Wcyda oder Fürsten in Siebenbürgen Landen kom-men, und zog in den Flecken mit Namen Lugusch, da finde ick) inselbem Flecken vorgemeldten Buchdrucker Herrn Paulum. Nachdem erdie Briefe las, so ihm der Superintendent geschrieben, zeigt er miran, wie er ans der Stadt Schiman vertrieben wäre von denen, soden Wallachischcn Glauben. Dieselben hätten mit Geschenk und Ncr-klagniß bey dem Bascha soviel zuwege gebracht, daß er hätte weichenmüssen, und wohne itzund mit seinem Hausgesinde zu Lugusch, zeigtemir auch seiner Druckerey etliche Buchstaben, die mir sehr wohl gefie-len, spricht zu mir, allhicr dürffen wir noch nichts drucken, dann die-ser Flecken ist noch des Fürsten aus Siebenbürgen , aber morgen,wills Gott, wollen wir zu dem Herrn Bencdict gen Temitschwar, nndohne allen Zweifel bey ihm, dieweil er ein schön weit HauS hätte,die Druckerey anrichten. Wie wir gen Temitschwar zum Predigerkamen, funden wir ihn sehr schwach, denn er hatte Colicam; eS gefielihm aber unser Vornehmen sehr wohl, und verhieß allen guten Wil-len. Sobald die Gemein der Ungarischen Christen, sammt dem Un-garischen Richter (wie sie ihn nennen) von meiner Zukunft hören,erzeigen sie mir große Ehre; aber der Druckerey halben, antwortetder Richter, könne noch möge nichts angerichtet werden, ohne desBaschas Norwissen, dieweil ich aus Deutschland sey; dazu habe ihmder Bascha bey seinem Eid und seinem Kopf befohlen, kürzlich vor