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9 (1839)
Entstehung
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397
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Adam Ncuscr.

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gemacht; indem cr auf der cincn Seite ein Paar arme Geist-liche, hinter deren Arianismus er nicht auf die beste Weise ge-kommen war, so strenge verfolgen, lind auf der andern Seitesich mit einem offenbar erklärten Ariancr in Bündnis? undSchwägcrschaft einlassen wollen? Warum ich aber vielmehr denChurfürsten eines Winkclzugcs für fähig halte, davon wirdweiter hin die Ursache vorkommen.

5. Als die mchrgedachten ^cra und Neuscrs Schreibenan den Türkischen Kayser, in den lVIonumentis p.-llulmis 1701zuerst erschienen, konnten^ sich die reformirtcn Herausgeber nichtenthalten, in der Vorrede auf diejenigen Lutherischen Gottcs-gclehrtcn zu sticheln, welche, freylich unrecht genug, NeuscrsAbfall dem Calvinismus zur Last legen wollen, und die Be-strafung des Sylvanus für zu strenge gehalten hatten. IZenoett, fügen sie hinzu, ynock s-lltem nil in Fr-tti-uu Neuleiiscri^Ioiiiit, yui ebims ttkiit in loeum t"uum, et cuius üni-ktula, «juiim piil^lic»m»s, et nowe, cznas ^leornni fui inar-gini allomt, «niascjuo pvnes nos aslvru-imus, «juitlis sueritincllc.Tnt. 8eä nee in L^Inani j'unnlicio /z«?'«),' e»'Atk e^T-n^/sL(Wüterey gegen die IrrenOen) vxercebatur, li<zui<Zom !IIeseczue se ?<eukeill8 cum lurcis commercium kabuit, et >>I:i-s^Iiomiae eins tam norrenilae fncr'int, vt nriores esse iwn ^»tuo-rint. Gleichwohl, sieht man, lasse ich mich nicht abschrecken,es noch zu thun, was diese Herren meinten, daß es bisher sowohl unterblieben sey. Lene ett, mw-I 5altem n!I!a Fi-üti-nnKouseri rcrlntennt! Lene? Ich sage, schlimm ist es, daß esnicht geschehen! Schlimm, daß nach zweyhundert Jahren ich dererste seyn muß, der einem unglücklichen Manne bey der NachweltGehör verschafft! Einem unglücklichen Manne, den man ausder Christenheit hinaus verfolget hat! Oder, wenn cr Unrechthatte, daß cr sich hinaus verfolgen ließ: hat cr darum in nichtsRecht? Hatten seine Verfolger darum ich will nicht sagen,gewonnen Spiel denn das haben sie, leider! sondernin allen gutes aufrichtiges Spiel gegen ihn, wcil sie ihn end-lich zu einem Schritte brachten, den freylich niemand vertheidi-gen kann? Wenn der Ausgang die Seele der Geschichte seynsoll, wenn man nach diesem alles Vorhergegangene beurtheilen