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9 (1839)
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421
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Neu Duldung der Deisic»? Fnigmeiit.

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gleichen Theologen in Verdacht zn haben, daß sie von dein gan-zen Christcnthume nichts übrig lassen, und nichts übrig lassenwollen, als den Namen. Daß dieses bey einigen auch wohlder Fall seyn möchte, daran ist kein Zweifel. Aber bey vielenist er es auch gewiß nicht; bey denen gewiß nicht, die sich ge-gen die Vertheidiger einer blos natürlichen Religion mit so vie-lem Stolze, mit so vieler Bitterkeit ausdrücken, daß sie mitjedem Worte verrathen, was man sich von ihnen zu versehenhätte, wenn die Macht in ihren Händen wäre, gegen welche sieitzt noch selbst protcstircn müssen. Dieser ihr vernünftigesChristenchum ist allerdings noch weit mehr, als natürliche Re-ligion: Schade nur, daß man so eigentlich nicht weiß, wederwo ihm die Vernunft, noch wo ihm das Christenthum sitzt.

XIX.

Ergänzungen des Julius Firmicus .

Das astrologische Werk des Julius Firmicus , (denn vondiesem wird hier allein die Rede seyn) oder wie er es selbstgcncnnct hat, dessen I^ilin VIII Nirtlioleos, sind zuerstzu Venedig bey Simon Bevilaaua im Druck erschienen, undzwar unter Besorgung des Pesccnnius Franciscns Niger,welcher in seiner Zucignungsschrift an den Kardinal Hippolytusvon Este sagt, daß er die Handschrift, ich weiß nicht aus wel-chem barbarischen Lande, hergeholet habe. Dein Stern, schreibter, war es, der mv daidaros szioliaturum acl oxtremamtli.ii'um t'ocvm clouoxit, vlii äotrutus in eareerom gottioa feriwto1'ii'mieus liMadar. Voni, vicli et viel, moenm^uo tam praoolarum eomitem, tuis i'scküs tutus in patl'iiun clocluxi. FabriciuSund andere verstehen dieses von Constantinopcl: ob mit Recht,kann ich nicht sagen; fast sollte mich die gottiea keritas daranzweifeln lassen. Denn daß den Türken der Name Scythen nochwohl zukommen könne, will ich nicht in Abrede seyn. Ob aberauch der Name Gothen? Wäre es hierzu genug, daß vielleicht

auch die Gothen Scythen gewesen?--Selbst habe ich diese

erste Allsgabe nie gesehen. Doch weiß ich, daß sie höchst man-