Antiquarischer Briefe zwanzigster.
sagt cr, wenn cr von Bildhauern redet, Iine kint äieta äo war-
mvium tl-al^tarilius.
Auch kömmt, in alten Zuschriften und Glossen, das Worteavator und eavitarius vor, welches ganz und gar nichts andersals einen Steinschneider bedeutet, und von den neuer» Griechensogar in ihre Sprache übergenommen worden. (")
Zwanzigster Brief.Nun kömmt Hr. Klotz auf die berühmtesten Steinschneider,neuer und alter Zeit. Mit jenen, thut er, als ob er nochso bekannt sey; er läßt, die cr für die vorzüglichsten hält, dieMusterung passircn, und jeden mit einer kleinen Censur laufe».Seine Censuren aber sind lauter Scharwcuzel, die man ver-setzen und vertauschen kann, wie man will, indem sie aus deneinen eben so gut, wie auf den andern passen: „cr hat sich„mit Ruhm gczcigt; cr erwarb sich allgemeine Hochachtung; cr„ist keinem Freunde der Kunst unbekannt." Was lernt ma»aus solchen Lobsprüchcn? — Daß uns dcr Ertheile? nichts zulehren gewußt.
Aber Hr. Klotz will uns nun mit aller Gewalt bclchrcn:cr schreibt also ohne Wahl und Prüfung aus, und lehrt aufgut Glück, es mag wahr oder falsch seyn. „Philipp Christoph„Weckern," sagt cr, „und Marcus Tuschcrn will ich das Lob„des Fleißes nicht streitig machen." Marcus Tuschen«, das Lobdes Fleißes! das will ihm Hr. Klotz nicht streitig machen!Hr. Klotz kennt also wohl recht viel geschnittene Steine vonMarcus Tuschcrn? O! das wird ihm Marcus Tuschcr noch imGrabe dankcn. Denn Marcus Tuschcr wollte gar zu gcrn einEdclstcinschncidcr heisscn, und war ganz und gar keiner. —Ganz und gar keiner? und Hr. Klotz macht ihn zu cincm derfleißigste»? — Dcr Ausschrcibcr müßte sich hüte», zu dcni wascr findet, auch nicht eine Sylbe hinzu zu setzen! Hr. Klotzfand Tuschcrn beym Maricttc als Steinschneider angeführt; obwohl nicht, als einen fleißigen; dcr Fleiß ist sein Zusatz; unddurch diesen Zusatz wird eine kleine Zrrung des Maricttc zu
(°) S»I»l!»IiU!> l, II,
(°°) S. 33-LV.