Antiquarischer Briefe sieben nnd zwanjigster, 83
Das ist nun zwar sehr selten geschehen, nnd es ist in die-sem Theile der natürlichen Geschichte weit mehr Ungewißheitund Verwirrung daher entstanden, daß man anstatt der altenNamen ganz neue eingeführt, (wie z. E. die Namen des Rubinsmit seinen Abänderungen, Ballas, Rubincll, Spinell;) alsdaher, daß man die alten Benennungen auf Steine, denen sieehedem nicht zugekommen, übergetragen. Doch bey dem allen,es mag so seyn: wir wollen von Hr. Klotzen nicht verlangen,daß er mehr wissen soll, als er versichert, daß man wissen kann.
Und so gicngcn wir weiter, nnd kämen auf die mechanischeAusübung der Kunst, von der er nur wenig sagen zu könnensagt. Aber er sagt gar nichts davon: und das ist freylich sehrwenig; vielleicht auch ein wenig zu wenig, um in dem Folgen-den allen seinen Lesern verständlich zu seyn.
Hr. Klotz schreibt: (") „die neue Entdeckung von dem Stein-„schneiden der Alten darf hier nicht wohl Übergängen werden,„welche Christ glaubte gemacht zu haben. Er überredete sich,„daß die Alten mit Diamant allein geschnitten hätten, ohne„sich des Rades dabey zu bedienen." —
Alles was Hr. Klotz wider diese Meinung sagt, hat er Hr.Lippcrtcn abgcborgt; nur daß dieser gerechter gegen Christen ist.Hr. Lippcrt schreibt blos, Christ, (den er, wie ich sehe, garnicht einmal nennt) (") habe geglaubt, „daß man vor Alters„auch mit dem Diamant allein geschnitten habe. „Auch! daswäre noch eher recht. Aber Hr. Klotz läßt dieses Auch ans,nnd stellt uns folglich Christen als den Mann vor, der esüberhaupt nicht Wort haben wollen, daß die alten Steinschnei-der das Rad gekannt und gebraucht hätten. Davon war Christweit entfernt.
Christ behauptete blos, daß sich die alten Steinschneider desRades seltner bedienet, als die neuern; (*") daß sie mehr mit der
(°) S, 45.
(°°) Vorrede zur Daktt'l, S, xxx.
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