Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
265
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Andreas Scultetus .

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Da über die Natur Reptunus sich erhub,Und, was sich regt, gcsammt der Erde selbst, begrub,Da alles Wasser warin dem Wuche der Zeit aufbehalten worden. Einen jeden dieserTage stellt uns sein flüchtiger, aber sicherer Pinsel, mit einemeinzigen Zuge vor das Auge, der täuschender ist, als ein gan-zes wcitläuftigcs Gemählde seyn würde. Der Tag

da Israels Geschlechte,Das Zcptervolk der Welt, des Cheuchres Ziegelkncchte,Das Zuchthaus segneten;--

der Tag, als den Amalck

EOtteS General, durch zweyer Hände BittenVielmehr, als Josua durch tausend, welche stritten,Die Flucht zu geben zwang;

der Tag, als

aller Himmel GOttDen trüben Sinai mit Flammen sein GebotHerabgedonncrt hat;

der Tag, als

David unverzagtDem Goliath den Tod zur Stirnen eingejagt;

der Tag, als

Elias, der Prophet, mit einem schnellen Feuer

Im Himmel Einzug hielt;der Tag, als

du, o Sonnenlicht, den überschifften OrtZum ersten wiederum, auf Jesaias Wort,Roch einmal hast besucht;

welche Tage! Aber was sind sie dem Dichter alle, gegen denTag seines Liedes? Und so wie sich ihm dieser Tag zu allenandern großen Tagen verhält: so auch der Held dieses Tageszu allen andern Helden. Er berührt einige der vornehmsten,mit ein oder zwey Worten; entwirft die Hauptzüge dessen, dersie alle unendlich zurück läßt, und fängt nun an, die Gloriedesselben, nach dem Muster eines wahren alten Triumphes,zu beschreiben.