Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
296
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Andreas Scultctus.

Der Hand u»d Fuß anitzt mit Kummer nach sich zeucht,Ja, wie ein Bcttelhund und armer Sünder, kreucht?Ließ ihn die Wüsten gleich aus unsrer Fanst entrinnen,So können dicßmal wir die Schanze noch gewinnen.Der Razarencr geht für Angst verzweifelt auf,Ihr Brüder, wo ihr helft. Bcclzebnl, drauf, drauf!Ihr andern, fort hernach, seyd hurtig, laßt uns streiten!Der droben, glaub ich, steht selbselbst auf unsrer Seite»,lind mordblickt auf den Sohn, habt der Gelegenheit,Den Stürmer unsres Reichs zu fällen, in der Zeit,Ihr meine Helfer, Acht! TaS Licht ist uns genommen:Wir sollen auch nunmehr um unsern Nachtort kommen?Tann der von Bethlehem verkauft den Sündern Heil.Wir haben nimmermehr an Menschen weiter Theil,Wo er se n Werk vollführt. Darum so laßt uns laufen,lind um die Seelen uns noch eines mit ihm raufen.Sie murmeln allzumal, grimmbriuiimen, find erhitzt,Wie eines Engels Glanz auf ihren Haufen blitzt,Davon sie über Hals und Kopf zurücke prellen.Und, was sie vorgehabt, in ein Vergessen stellen.Der Anwalt Gottes nun, mit Himmelskraft bethaut,Nachdem er weit von sich die Teufel wcgbcdraut,Stund Schildwach in der Luft. Die Haargoldlocken flogen,Sein Rock war himmelblau mit Sternen überzogen,Die Flügel trotzen selbst dem Westwind balsamrcich,Sein Angesicht nur ist vor Mitbctrübniß bleich,Sonst auf den Ort gelenkt, da Jesus hingegangen,Den Kreutzkelch von der Hand des Vaters zu empfangen.Was diesem nun für Angst aus seinem Herzen stößt,lind, was er in die Luft vor Seufzermörsel löst,Die zehlt er allesammt. Kann ich dann nichts erhalten?Schreyt unser Seelentrost; muß sich mein Leben spalten?Bin ich, (ach ich!) der Sohn? Dein Zorn ist Dcmaiitstcin,Der wird durch unser Blnt zersplittert müssen seyn,Sonst steht kein Mittel vor. Wohlan ich bin, mein Lebe»Begierig für die Welt in Fluch dahin zu geben.Zehn hundert tausendmal zu sterben hätt ich Lust;