Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
523
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Griechische Anthologie.

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Llinieus Ileiocles tiullam tulicliixolül^ »Avo:Deprvutu« tlixit, ttulto, c^uici vrAc, lilliis?

Dieses Schlages war ein ungenannter Arzt, von welchem esin der Anthologie heißt: (°)

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Und, mit einem Worte, eben dieses Schlages war unser Dion.Dergleichen eingesetzte Augen, als ich gesagt habe, waren Dingevon Werth; und diese brach Dion der Bildsäule seines Krankenbey einer guten Gelegenheit aus. Das ist der eigentliche zweyteVorwurf, den ihm der Dichter macht; und der ganze epigram-matische Witz liegt in der Ähnlichkeit, welche dieser zwischender That, deren sich Dion als Dieb schuldig machte, und derThat, die er als ein ungeschickter Arzt verübte, zu finden wußte.

(8.)

Außer ihrem poetischen Werthe hat die griechische Anthologienoch einen andern, der, wenigstens in den Augen des Gelehr-ten, jenem bey weiten den Vorzug streitig macht. Sie enthälteinen Schatz von Nachrichten und Erläuterungen, die sonst nir-gends zu finden, und auch lange nicht so verbraucht sind, daßnicht noch itzt hundert Dinge, die man entweder gar nicht,oder nicht hinlänglich versteht, ein ganz neues Licht daraus er-halten könnten. Ich begnüge mich, hiervon nur ein einzigesBeyspiel anzuführen.

Wer kennt nicht das Gedicht des jünger» Mnsöus? undwer weiß nicht, wie viel Gelehrte sich mit Aufklärung der ge-ringsten Schwierigkeiten desselben beschäftiget haben? Was ha-ben nicht Daniel Pareus und Rromayer alles darüber zusam-mengetragen? Und gleichwohl, darf ich behaupten, ist ein sehrwesentlicher Umstand, der durch das ganze Gedicht herrschet,von ihnen allen völlig uncrörtert geblieben. Ich meyne denUmstand des Orts, an welchem eigentlich der interessanteste Theilder Geschichte vorgeht.

Es heißt nehmlich, daß Hero, die Heldinn des Gedichts,fern von ihren Aeltcrn am Meere in einem hohen Thurme ge-wohnt habe. (")

(°) I.U-. II. vill>. SS. ep. tk. (°°) Ver. IS.