Beschreibendes Verzeichniss der Abbildungen. XI
nicht ganz in der deutschen Art. (Vergleiche das Deutsche ,gegenüber.) 16. Jahrhundert.
69. ITALIENISCHE GOTHISCHE VERSALIEN. Nach Vespasiano.
Schönschrift. 16. Jahrhundert.
70. ITALIENISCHE MINUSKEL. Aus dem Original-Schriftenbuch
des Ludovico Vicentino . Ein gutes Beispiel der so-genannten Bandschrift. Üppig in der That, aber phan-tasievoll. Jede Buchstabenform kann so behandeltwerden, aber das Gothische eignet sich besonders fürdie Anwendung. 16. Jahrhundert.
71. ITALIENISCHE MINUSKEL. Aus dem Schriftenbuch des Ves-
pasiano. Diese Buchstaben sind ausserordentlich wohlgestaltet. Beachte die zweite Form des r. 16. Jahr-hundert.
72. ITALIENISCHE GOTHISCHE MINUSKEL. Aus dem Schreibbuch
des Palatino. Geradlinig, mit sorgsam ausgeführten ran-kenden Endungen. Die Form verräth den Graveur. 1566.
73. ITALIENISCHE VERSALIEN. Aus dem Schristenbuch des
Lud. Vicentino. Die Umrisslinie der Buchstaben ver-lauft in Flechtwerk, aber der Knoten hält sich ungefährin der Dicke des Buchstabens; und obwohl so die Um-risslinie gebrochen, ist die Form des Buchstabens ge-nirgend gewahrt. Dieses Auflösen des Buchstabens inBänderwerk , an den breitesten Stellen , war bei Initialendes 16. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich. Es liegt aufder Hand, dass jede Buchstaben form dieser Mode gemässgestaltet werden konnte. 16. Jahrhundert.
74. ITALIENISCHE INITIALEN. Aus dem Original-Schreibbuch
des G. F. Cresci. Eine fantasievolle, elegante Aus-gestaltung von der gothischen Schrift eigenen Formen.Die gewöhnliche Umrisslinie ist, sozusagen, ornamentalzerfressen. (Vergleiche damit 20.) 1570.
75 ITALIENISCHE GOTHISCHE VERSALIEN. Aus dem Schreib-