X Beschreibendes Verzeicliniss der Abbildungen.
57. VLÄMISCHE MINUSKEL. Von einer Gedenktafel in S. Jakobzu Brügge. In Stein. Neigung, die Striche der Buchstabenüberhängend zu machen und zu verflechten, wie es zuder Zeit beim Arbeiten in Erz oder Stein sehr üblichwar. 16. Jahrhundert.
58 und 59. GOTHISCHE MINUSKEL. Von ehernen Grabsteinen.Strenge, einfache Formen. Ende des 15. Jahrhunderts.
60. DEUTSCHE INITIALEN. Aus dem Boccacio; Ulm , Zainer,
1473. Die Umrisslinie gedruckt, die Farben mit derHand ausgefüllt. Ein Beispiel der häufigen Übung,Buchstaben in Laubwerk zu kleiden oder auch Laub-werk und groteske Thiere die Formen von Buchstabenannehmen zu lassen.
61. GOTHISCHE VERSALIEN. 16. Jahrhundert.
62. INITIALEN. Von zartem, mit der Feder in Roth ge-
zeichnetem, Ornament eingerahmt. 16. Jahrhundert.
63. ITALIENISCH. Gothische Initialen. Aus einem Choralbuch
auf Monte Cassino. In farbigem , mit der Feder ge-zeichnetem, Rahmenwerk. 16. Jahrhundert.
64. ITALIENISCHE INITIALEN. Breite Federschrift im spät-
gothischen Charakter, weder so steif, noch so verziert wiedie typische deutsche Schrift der Zeit. 15. und 16. Jahr-hundert.
65. GOTHISCHE VERSALIEN. Von Albert Dürer . Mit der Feder
geschrieben. (Vergleiche damit 67 und 66, gegenüber.)Frühes 16. Jahrhundert,
66. ITALIENISCHE GOTHISCHE VERSALIEN. Nach Ludovico
Curione. Federschrift. (Vergleiche das Deutsche, gegen-über.) 16. Jahrhundert.
67. DEUTSCHE MINUSKEL. Albrecht Dürer . (Vergleiche das
Italienische, gegenüber.) Frühes 16. Jahrhundert.
68. ITALIENISCHE MINUSKEL. Von Vicentino. Aus seinem
Original-Schreibbuch. Die Schrift ist verziert, aber