Die Kunst im Alphabet.
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Φ (ph), X (ch), und schliesslich wurden auch dieBuchstaben Η see), Ω (00), ψ (ps), Ξ (ks) hinzugefügt.
Die Römer liessen alle zusammengesetztenConsonanten fallen und wendeten anfangs die beidenConsonanten an, welche dem Klänge der griechischenDoppelbuchstaben am nächsten kamen, ζ. Β. Ρ Η für Φ.Aber sie gingen auch dazu über, einzelne Buchstabenfür Laute zu ersinnen, welche bis dahin durch zweiausgedrückt worden waren; F ζ. Β. für PH undQ für CV.
Ein griechisches Alphabet vom Jahre 394 v. Chr.ist wiedergegeben in Abbildung 28 und eine Versiondes 16. Jahrhunderts in 29. Die von den Schreiberndes 9. Jahrhunderts angewendete cursivere Formzeigen die Buchstaben (Abb. 1) auf S. 3.
Interessant ist im Vergleich hierzu die koptischeSchrift (2, 3, 4), augenscheinlich nur eine Varianteder griechischen. Als nämlich die Egypter sichzum Christenthum bekehrten, nahmen sie dasgriechische Alphabet an, gleich wie die Türken dasarabische mit dem Koran ; und als im 6. Jahr-hundert der neue Glaube sich in Alexandria festeingenistet, da verdrängte die koptische Schrift diealt-egyptische. So kommt es, dass das koptischeAlphabet griechisch ist, mit Ausnahme von siebenbesonderen Zeichen aus dem alten demotischenzum Ausdruck egyptischer Laute, wofür dieGriechen entsprechende nicht besassen.
Der koptischen Schrift verwandt ist die moesische