Die Kunst im Alphabet.
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Römer wandten es nur als Hauchlaut an, also wiewir heute auch.
Der Buchstabe J existirte weder im griechischennoch im alten römischen Alphabet. Er ist gleich-wertig mit II. Stellt man zwei I über einander, so
erhält man ein langes j־ Schliesslich bekam die
Initiale einen Haken und wurde J. Gegen das1 5. Jahrhundert wurde die Initiale I fast allgemeinJ geschrieben.
Das griechische Y [upsilon) wird zum römischenV — daher bis auf die heutige Zeit die Verwirrungin den Buchstaben U und V, welche lange ohneUnterschied gebraucht wurden; sie galten für ver-tauschbar, einer oder der andere mochte angewandtwerden, oder beide gleichzeitig, in demselben Wort,in gleicher Bedeutung. Erst im 10. Jahrhundertkam die Gewohnheit auf, V nur am Eingang einesWortes zu setzen und sonst U.
2 {omega) galt für 00; die Minuskelform ωzeigt seine Abstammung. Am Ende wurde es an-gewandt für UU oder W. In einigen griechischenDialekten scheint es für OU zu stehen. Ganz sicherwurde im 9. Jahrhundert (siehe S. 3) ω genau wieW geschrieben.
Das Alphabet, wie wir es kennen, verdanktauch Skandinavien etwas. Die Runen, wie dieSchrift der skandinavischen und anderer nord-europäischer Priesterschaft hiess, stammt aus sagen-hafter Zeit. Sie waren Odin's eigene Erfindung,