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2 (1915) Reichstagsrede am 20. Aug. u. 14. Dez.
Entstehung
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geschäste in England , ein paar hundert Millionen durch kurzfristigeOperationen in den Vereinigten Staaten und schließlich 1,25 Mil-liarden durch die mit England in den Vereinigten Staaten ab-geschlossene Anleihe.

Meine Herren, als Deutschland bald nach Kriegsausbruch imMonat September mit seiner S°/g igen Kriegsanleihe zum Kursevon 97,5 herauskam, sprachen die französischen Zeitungen von dembevorstehenden deutschen Staatsbankrott. Die Franzosen sindsehr bald bescheidener geworden. Sie haben zu Beginn des Jahres1915 ihre 5°/o igen Lons cke 1a äekense nationale nicht zu 96,5,sondern zu 95 herausgebracht, und es war ein Mißerfolg. Sie habensich jetzt entschlossen, für ihre neue 5°/oige Anleihe sich einenErfolg unter allen Amständen dadurch zu sichern, daß sie einenAusgabekurs festsetzten, der nominell 88 ist, sich aber, wenn Sie dieverschiedenen Zinsvergütungen usw. abziehen, auf etwa 86,80 Pro-zent stellt.

(Äört! hört!)

Also, meine Äerren, eine deutsche 5°/gige Anleihe zu 97^2,das war der deutsche Staatsbankrott, aber eine französische 5°/o'.geAnleihe zu 86,80 Prozent ist

(Zurufe rechts: Siegesanleihe!)jawohl, dasVlnprunt 6,e 1a Victnire", dieSiegesanleihe".

Äerr Ribot, der französische Finanz minister, hat diesem5°/c>igen Papier, zu dem sich das Land der 3°/gigen Rente ent-schließen mußte, sehr zärtliche Worte mit auf den Weg gegeben.Er hat in der Kammer bei der Einführung des Anleihegesetzesunter anderem gesagt:

Die 5°/gige Anleihe ist das alte französische Papier,das man in jedem Äaus, ja in jeder Kütte fand, dasunsere Väter gekannt und geliebt haben, weil es einStück von Frankreich war,

(Heiterkeit)

ein Andenken an die Tage, die auf die langen Kriege

folgten, die Frankreich überdauerte.Auch über den niedrigen Ausgabekurs weiß sich der kluge Akademikerhinwegzutrösten. Er ist bei Till Eulenspiegel in die Schule ge-gangen

(Heiterkeit)

und sagt:

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