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welche durch dic Entdeckung der amerikanische » Silbcrmincnbestimmt wurde, haben keine so rasch um sich greifendenStörungen auszuweisen. Der starke Rückgang, der sich vomAnsang bis Ende des 17. Jahrhunderts vollzog und der inrunden Zahlen von 1:11 zn 1 :15 fortrückte, brauchte dazueben doch eiu ganzes Jahrhundert, d. h. ein Viertcljahrhundcrt,um so viel Weg zurückzulegen, als wir in den letzten vierJahren zurücklegen sahen.*)
Es ist gar nicht nöthig, zu untersuchen, ob dieses Ver-hältniß sich noch im selben Sinne fortentwickeln wird. Mögeman auch hierbei immerhin auf das Unvorhergesehene ver-weisen, um das Unwahrscheinliche in Aussicht zu stellen: diegegebene Thatsache dieser ungeheuern und rapiden Entwer-thung, verbunden mit dem Umstände, daß dem so sehr ver-minderten Bedarf gegenüber ^die Production in starkem An-nehmen begriffen ist, genügt, um zu zeigen, wie dringendes geboten war, daß Deutschland seine Silbcrwährung be-seitigte. Es kann allerdings versucht werden, aus dem Um-stände, daß der Silbcrprcis sich vou seiner tiefsten Notirungwieder bedeutend erholt hat, auf eine gänzliche Erholungdesselben zu schließen. Man kann behaupten, daß, so guter von 55^2 wieder zu 56^ gestiegen (Octobcr 1875), erauch auf 61 zurückkommen könne. Allein die Erwäguug,daß von sämmtlichen zur Abstoßuug des Silbers bestimmtenLändern nicht eines gründlich schon jetzt Hand ans Werkgelegt hat, zwingt zur Auuahme, daß die jüngste Hebung
Vgl. hierzu Soetl'ccr's ucucstc Abhandlung „Dic Werthrelatioirder Edelmetalle" iu Hirth's Annaleu.