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objectcs ansehen und die Symptome der jüngsten und vor-jüngstcn Zeiten ins Ange fassen will, wird die Mängel derganzen Hypothese nicht einen Augenblick verkennen.
Ist es nicht an sich unfaßbar, daß ein elcmentarischcsErcigniß, wie es die eben geschilderte Wcrthbcwcgnng desSilbers ist, von einzelnen Entschließungen, sei es auch einesgroßen Landes, abhängen könnte? Erscheint es glaublich,daß die gesetzliche Maßnahme eines Landes von 40 MillionenSeelen den Ansschlag geben könnte für die Bedeutung desMünzmaterials der gcsammten sich des Metallgeldes be-dienenden Welt, die wir, auf ihr Minimum geschätzt, zumZwanzigfachcn aunehmcn können? Hält man für möglich,daß der Silbcrwcrth auf diese Weise durch Deutschlands Entschluß hätte beeinflußt werden können, wenn dieser Ent-schluß gegen die Natur der Sache, gegen die der Wcrth-bcwcguug des Silbers innewohnende Tendenz angegangenwäre? Solche Tendenz kann dnrch einzelne Maßnahmenmomentan gefördert, aber sie kann nicht umgekehrt werden.Bor den großen Zahlen, welche zur Sprache kommen, wennes sich um den Betrag des iu der Welt vorhandcncu Silbershandelt, den Massen, die jährlich gefördert und consumirtwerden, verschwindet die Zahl, welche als Ergebniß derdeutschen Reform übrigbleibt. Hätte Deutschland gesündigtgegen den natürlichen Wcrthgang der Edelmetalle, so würdendie übrigen Staaten, weit entfernt, seinem Beispiel zn folgen,sich becisert haben, von seinem Fehler Nntzcn zn ziehen.Nehmen wir einen Augenblick an, wir wären so thörichtgewesen, uns vom Golde loszusagen und die alleinige Silber-währnng zu decrctircn. Mit Wonne hätten uns die andernLänder unser Gold abgenommen und uns Silber dafür gc-