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Vom Eingreifen Amerikas bis zum Zusammenbruch / von Karl Helfferich
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Wiederaufnahme der Kriegshandlungen

Heeres gegen die russischen Bolschewisten erbat, die indie Ukraine eingerückt waren.

Ebenfalls an demselben Tag verließen die Kommissionender verbündeten Regierungen, die nach Abschluß desWaffenstillstandes im Dezember 1917 zur Regelung desAustausches der Zivilgefangenen und dienstuntauglichenKriegsgefangenen sowie zur Wiederherstellung des wirt-schaftlichen Verkehrs nach Petersburg entsandt wordenwaren, die russische Hauptstadt. Bezeichnend war, daßein Wiener Communiqué diesen Schritt mit der ,, durchdie Anarchie bedingten Unsicherheit" begründete und hin-zufügte: ,, Sobald die Sicherheitsverhältnisse in Petersburges gestatten, wird sich die Kommission wieder dorthinzurückbegeben.

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Am 17. Februar begannen die deutschen Truppen imBaltikum und in Wolhynien ihren Vormarsch. In wenigenTagen war ganz Livland, fast ganz Estland und ein großerTeil Wolhyniens besetzt.

Am 20. Februar ließ die russische Regierung einen Funk-spruch ergehen, lautend: ,, Der Rat der Volkskommissaresieht sich veranlaßt, in Anbetracht der geschaffenenLage sein Einverständnis zu erklären, den Frieden unterden Bedingungen zu unterzeichnen, die von den Delegiertendes Vierbundes in Brest- Litowsk gestellt wurden."

Nun schwenkte auch Graf Czernin ein und ließ erklären:Die neue Wendung sei ausschließlich dem ohne Zögernerfolgten militärischen Vorgehen gegen die großrussische

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