Die Entscheidung
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habe die Verträge mit ihren Verbündeten für nichtigerklärt und Friedensbedingungen aufgestellt, denen zu-zustimmen sowohl Pflicht wie Interesse verböten. Weiterteilte er mit, er habe nach seiner obenerwähnten-Rede vom 27. Dezember bei den Alliierten angefragt, obes nicht angezeigt sei, eine zu vereinbarende gemein-schaftliche Erklärung über die Kriegsziele abzugeben. DieAntwort habe verneinend gelautet. Die Forderung aufVeröffentlichung der Antworten könne er nicht erfüllen.--
Die feindlichen Staatsmänner hatten gesprochen. Jetztnatten die Leiter unserer politischen Geschicke das Wort.
An einem und demselben Tag, am 24. Januar, sprachenGraf Czernin in Wien vor dem österreichischen Delegations-ausschuß, Graf Hertling in Berlin vor dem Hauptausschuẞdes Reichstags.
Graf Czernin sprach die Überzeugung aus, daß nichtnur die Brester Verhandlungen zu einem guten Endelkommen würden, sondern daß auch der allgemeine Friedeim Reifen sei. In dieser Überzeugung sei er bestärktworden durch Wilsons Friedensangebot, in dem er einebedeutende Annäherung an den österreichisch- ungarischenStandpunkt erblicke. Allerdings werde die Donau-monarchie ihre Bündnispflichten getreu erfüllen und denvorkriegerischen Besitzstand ihrer Bundesgenossen ver-teidigen wie den eigenen; ferner lehne er Ratschläge, wieÖsterreich im Innern zu regieren sei, höflich, aber ent-schieden, ab. Er äußerte sich dann großenteils zustimmend378