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Vom Eingreifen Amerikas bis zum Zusammenbruch / von Karl Helfferich
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Der erste Offensivstoẞ

Die große Offensive

Während die Staatsmänner beider Parteien über Landund Meer hinweg von Krieg und Frieden redeten, rolltenim Westen auf beiden Seiten der großen Grabenlinien Tagund Nacht die Eisenbahnzüge zur Front mit Hundert-tausenden von Kriegern und mit ungezähltem Material.In gespannter Erwartung, wie kaum je seit Kriegsbeginn,harrten die Armeen und harrten die Völker des Erden-rundes des gewaltigen Sturmes. Tiefes Geheimnis lagüber den Plänen derer, die berufen waren, die größteSchlacht aller Zeiten zu lenken. Zwar stand das deutscheHeer allein nur hier und dort stand österreichischeArtillerie zwischen seinen Reihen fast der gesamtenMacht der Franzosen, Engländer, Belgier mit ihren Hilfs-völkern und den sich allmählich in größerer Zahl ein-findenden Amerikanern gegenüber. Aber niemand beiFreund und Feind, der nicht gefühlt hätte, daß dieses Malder Deutsche auf dem weiten Kampfgelände Frankreichsnach dreieinhalb Jahren des Abwartens und der Ver-teidigung den ersten Schlag führen und das Gesetz desHandelns vorschreiben würde.

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In der Nacht zum 21. März begannen zwischen Scarpeund Oise auf der 80 Kilometer langen Front gegenüberden Engländern die deutschen Geschütze zu donnern. Eswar nicht die Einleitung zu einem tage- und wochen-langen Trommelfeuer, wie es unsere Gegner ihren Angriffen

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