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Vom Eingreifen Amerikas bis zum Zusammenbruch / von Karl Helfferich
Entstehung
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411
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Die amerikanischen Truppen

damals ihre Rettung zu verdanken. Sie allein machte esdem General Foch möglich, dem deutschen Vordringennach den überraschenden Erfolgen der ersten Angriffs-tage in dem Bogen Noyon- Château- Thierry- Reims nichtnur zähen Widerstand entgegenzustellen, sondern auchzu energischen, wenn auch zunächst erfolglosen Gegen-angriffen zu schreiten. Bei diesen Gegenangriffen tratan der neuen Front nordwestlich von Château- Thierry am7. Juni zum erstenmal eine geschlossene amerikanischeDivision in Erscheinung.

Die Gegenangriffe des Feindes verstärkten sich nachunserem Vorstoß vom 9. Juni südlich von Noyon. Schonam II. Juni führten hier die Franzosen mit starkem Auf-gebot und großem Einsatz auch von Tanks und Schlacht-fliegern einen wuchtigen Gegenschlag, der uns am 12. Junistellenweise zurückdrängte und uns Gefangene und Ge-schütze abnahm, jedoch alsbald zum Stocken gebrachtwurde.

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Die Lage blieb also auch nach dem gewaltigen Schlagder dritten Offensive unentschieden. Das Ziel und derZweck unseres Angriffs Ziel und Zweck, die alleindieser größten militärischen Aktion aller Zeiten und denungeheuren Opfern, die sie uns auferlegte, Sinn undwaren auch mit derBerechtigung geben konntenErstürmung des Damenweges und unserem Vorstoß vonder Ailette bis zur Marne nicht erreicht. Weder war diemoralische Widerstandskraft unserer Gegner gebrochen,

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