Die Entscheidung
überschreiten; aber die Versuche, den Angriff weiterzu-tragen, scheiterten und wurden in richtiger Erkenntnis derSachlage nicht fortgesetzt. Die nach umfangreichen Vor-bereitungen und mit großen Mitteln unternommene Opera-tion, von deren Gelingen so unendlich viel abhing, endetemit einem unverkennbaren und empfindlichen Miẞerfolg.
Drei Tage nach dieser mißlungenen Offensive holte derFeind zu einem gewaltigen Gegenschlag aus. Aus demWaldgebiet von Villers- Cotterets heraus brachen am 18. JuliFranzosen, Engländer, Amerikaner und Italiener aufder etwa 45 Kilometer langen Front zwischen Aisne undMarne zum Angriff gegen den nord- südlich verlaufendenTeil des durch unsere dritte Offensive geschaffenen Stel-lungsbogens vor. Gegen ihre sonstige Gewohnheit hattedie feindliche Heeresleitung dieses Mal auf eine langwie-rige Artillerievorbereitung verzichtet; dagegen wurde derVorstoß ihrer Infanteriemassen gedeckt und begleitetvon bisher unerhörten Massen von Schlachtfliegern undleichtbeweglichen Tanks.
Der Angriff traf mit voller Wucht die nicht sehr starkerechte Flanke unserer Angriffsfront vom 15. Juli. Unserevordersten Linien wurden im ersten Anlauf überrannt,und der Feind gelangte bis in unsere Artilleriestellungen.In zähem Ringen gelang es hier, ihn aufzuhalten. Aber diefolgenden Tage brachten nicht nur eine unverminderteFortsetzung des Ansturms auf dem Frontteil Soissons-Château- Thierry, sondern auch heftige Angriffe auf unsere
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