Die Entscheidung
waren, ebenso alle Bemühungen der Kaufleute, die wirherangeholt oder zugelassen hatten, in allen den Monatenseit dem Abschluß des Brester Friedens gänzlich fruchtlosgewesen. Nicht eine einzige Sendung von Nahrungsmitteln,Rohstoffen oder sonstigen Waren irgendwelcher Art warfür Deutschland frei zu bekommen. Die ganze Tätigkeitunseres großen Wirtschaftsstabes war nichts als ein Leeres-Stroh- Dreschen. Niemand sah eine Aussicht, daß sichunter der Herrschaft der Bolschewiki hieran etwas ändernwürde.
Dazu kam schließlich, daß die Bolschewiki nach wievor mit einer kaum zu übertreffenden Offenheit ihreAbsicht verkündigten- auch mir persönlich gegenüber—,Deutschland mit allen Mitteln zu revolutionieren, unddaß wir nach den bisherigen Proben, die Lenin, Trotzki,Radek und Konsorten an Zielbewußtsein und Tatkraft.abgelegt hatten, in keiner Weise berechtigt waren, dieseAnkündigungen in den Wind zu schlagen.
Freilich, wenn wir von den Bolschewiki abrücken undnicht ins Leere fallen wollten, dann mußten wir unsrechtzeitig mit den Elementen verständigen, die für denAufbau der neuen Ordnung in Betracht kamen.
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Voraussetzung dafür war allerdings das trat unsüberall entgegen, daß wir nicht nur diejenigen Teileder Zusatzverträge fallen ließen, die eine weitere terri-toriale Verstümmelung Rußlands bedeuteten und als einewirtschaftliche Ausplünderung und Sabotierung Rußlands
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