Die Entscheidung
dahin ausgesprochen: ,, Gegenwärtig steht das deutscheHeer fest. Gezwungen wird es von Abschnitt zu Abschnitt,sich zäh an den feindlichen Boden klammernd, ausweichen.Die Dauer solcher Rückwärtsbewegungen ist nicht genauvorher zu bestimmen. Man kann aber hoffen, daß siebis zum nächsten Frühjahr deutsches Gebiet schützenwerden." Gleichwohl blieb auch der Feldmarschall aufder Forderung der ,, sofortigen Herausgabe eines Friedens-angebotes" bestehen; es sei keine Aussicht mehr, denFeinden den Frieden aufzuzwingen; die Lage verschärfesich täglich und könne die Oberste Heeresleitung zu schwer-wiegenden Beschlüssen zwingen; unter diesen Umständensei es geboten, den Kampf abzubrechen, um dem deutschenVolke nutzlose Opfer zu ersparen; jeder versäumte Tagkoste Tausenden von tapferen Soldaten das Leben.
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Vor allem warnte ich vor der Anrufung der Vermittlungdes Präsidenten Wilson. Ich konnte diesem Manne nachallen bisher mit ihm gemachten Erfahrungen nicht das füreine solche Rolle erforderliche Maß von Unvoreingenommen-heit und gutem Willen zutrauen; die 14 Punkte bedeutetenzudem für uns die sofortige Opferung Elsaß- Lothringensund unserer Ostmarken, ohne daß diese Opfer wirksam zu-gunsten eines sofortigen Waffenstillstandes oder Friedens-schlusses ins Spiel gesetzt wurden. Im Gegenteil, die ge-plante Form des Ersuchens an Wilson mußte notwendiger-weise Rückfragen bei uns und Rückfragen bei den Entente-staaten veranlassen und so gerade das Ziel, das die Oberste536