Aplanaten immer achromatisch sein sollen, was bei einem Periskopnicht der Fall ist.
Euryskopanastigmate sind Aplanate. Zu ihnen gehören fernerdas Aristoskop, Aristoplan, Aristograph, Aristoplanat, Anastignar,A planar, Aplanoskop, Lynkeiskop, Orthoplanat, Planoskop, Planograph,Paraplanat, Rektilinear, Rektiplanat, Sphäriskop u. dgl.
Doppelanastigmate bestehen aus zwei anastigmatisch korrigiertenHälften.
Ein Tripleanastigmat besteht aus drei Teilen bezw. Gruppen, istaber nicht etwa dreimal korrigiert. Symetrische, sowie verkitteteObjektive verdienen meist dem unsymetrischen und unverkitteten vor-gezogen zu werden.
Vor Schluß des Kapitels sei noch ein Wort über die Objektiv-pflege gesagt.
Die Objektive sollen womöglich vom Objektivbrett nicht ab-geschraubt, sondern mit demselben von der Kamera abgenommen undan einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Es soll Vorsorge getroffenwerden, daß die Objektive zum Gebrauch nicht von einem kühlerenin einen warmen Ort getragen werden müssen, da feuchter Nieder-schlag gewisse Glassorten trübt.
Auch auf der Innenseite der Linsen setzen sicli mit der Zeitdurch Feuchtigkeit und Staub Unreinigkeiten an. Gewisse Glassortenlassen die Feuchtigkeit besonders leicht kondensieren und überziehensich dann allmählich mit einer irisierenden Schicht.
Bei der Reinigung der Anastigmate ist, besondere Sorgfalt an-zuwenden, da die Gläser sehr weich sind und durch rauhes Putz-material leicht verletzt werden können.
Die Reinigung, die etwa jeden Monat vorgenommen werden soll,erfolgt mit einem weichhaarigen Vertreiberpinsel und dann nachBefeuchtung durch Anhauchen mit einem Musselin- oder Leinwand-lappen, der aber nur zu diesem Zweck dienen und vor Staub bewahrtwerden soll. Flecken, welche sich mit destilliertem Wasser nichtbeseitigen lassen, werden mit gewöhnlichem Brennspiritus entfernt.Absoluter Alkohol macht die Putztücher hart. Bloßgelegte Lackstellenin der Fassung müssen mit schwarzem Mattschellackfirnis gedeckt werden.
2. Die Anwendung des Prismas mit dem Objektivund die allgemeine Bibliothekphotographie.
In den meisten Bibliotheken finden sich bisher keine photo-graphischen Vorrichtungen. Die Aufnahmen werden gewöhnlich voneinem Photographen ausgeführt, welcher in keinem festen Dienst-verhältnisse zur Bibliotheksverwaltung steht. Diese übernimmt daherauch keine Garantie für die Güte der Bilder.
Die stets zahlreicher werdenden Aufträge, welche eine häufigeInanspruchnahme der Handschriften mit sich bringen, haben es aber