Druckschrift 
Die Photographie historischer Dokumente : nebst den Grundzügen der Reproduktionsverfahren / von P. R. Kögel
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53

kann dann in günstigen Fällen eine genügende Deckung und Gradationerzielt werden. Es wird abgeraten, stark überexponierte Platten in einemverdünnten Entwickler allein behandeln zu wollen oder dieselben nachdem ersten Herausschießen des Bildes in das Fixierbad zu bringen.

Bei verschiedenen Plattensorten ist die Entwicklung abzuschließen,wenn die dunkelsten Teile des Bildes auf der Rückseite sichtbar werden.Das Bild muß aber immerhin in der Durchsicht beurteilt werden.

Die genannten Entwickler, aber verdünnt, dienen auch für Brom-silberpapiere 1 ) und Diapositivplatten. Pyrogallol benütze man bessernicht für Papiere.

Im Allgemeinen halte man sich an die den Fabrikaten bei-gegebene Gebrauchsanweisungen und beachte, ob und wann «ine Vor-behandlung oder ein Abspülen des Papiers mit Wasser vorgeschrieben ist.

Beim Einlegen der Platten in den Entwickler ist Sorge zu tragen,daß die Flüssigkeit schnell über die nach oben gerichtete Schichtgleitet, damit keine Streifen entstehen. Papiere werden mit der Schichtnach unten in den Entwickler gebracht und dann gewendet.

Während dem Entwickeln soll die Lösung in Bewegung gehaltenwerden, damit die Zeichnung nicht weicher wird als es erwünscht istund damit einer Schleierbildung vorgebeugt wird.

9. Das Fixieren und Auswässern.

Die entwickelte Platte ist noch lichtempfindlich und würde sicham Tageslicht schwärzen. Durch Natriumthiosulfat, gewöhnlich Fixier-natron genannt, wird das nicht reduzierte Bromsilber aufgelöst unddas Bild lichtbeständig gemacht. Nach etwa 6 Minuten ist eine Platteausfixiert und das entwickelte Bild erscheint auf der Rückseite desGlases schwarz. Die Platte ist aber noch länger im Bade zu belassen,um einer Schleierbildung, welche von nicht ganz gelöstem Bromsilberverursacht werden kann, vorzubeugen. Schleier kann auch bei soförtigemGebrauch eines frischen Fixierbades durch dessen tiefe Temperaturverursacht werden. Das gewöhnliche Fixierbad besteht aus

Wasser. 1000 ccm

Natriumthiosulfat (unterschwellig-.

saures Natron. 250 g

Häufig wird das Fixierbad angesäuert, wodurch das Braunwerdender Lösung vermieden und mancher Schleierbildung vorgebeugt wird.

Saueres Fixierbad.

Wasser. 1000 ccm

Fixiernatron. 250 g

Kaliummetabisulfit. 25 g

i) Die Tonungsverfahren von Entwicklungspapieren. Von Dr. E. Sedlaczek,Halle 1906.