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Die Photographie historischer Dokumente : nebst den Grundzügen der Reproduktionsverfahren / von P. R. Kögel
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der einen Mattscheibe das zu vergrößernde Diapositiv und an Stelleder anderen Mattscheibe die zu beleuchtende Platte zu liegen kommt.Im Handel finden sich Apparate verschiedener Bauart. Abbildung 40.Firma H. Ernemann, Görlitz i. S.

Wird die Herstellung eines Negatives beabsichtigt, so muß ent-weder von dem Negativ ein Diapositiv gemacht werden und dies zurVergrößerung benützt werden, oder ein durch Vergrößerung gewonnenesDiapositiv wird auf eine Platte kopiert.

Welche Methode anzuwenden ist, hängt von dem Charakter deszu vergrößernden Negatives und der Bestimmung der Vergrößerung ab.

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Abbildung 40.

Besonders starke Vergrößerungen werden mit einem Projektions-apparat ausgeführt. Die zur Projektion dienende Lichtquelle sollkräftig sein, damit die Exposition kurz gehalten werden kann, weileine lange schwache Beleuchtung den Ton eines Bildes öfters beein-trächtigt.

Für geringere Vergrößerungen wird Gaslichtpapier benützt, für4 6 fache Vergrößerungen ein Bromsilberpapier mittlerer Empfind-lichkeit, wie für Kontaktkopien, für starke Vergrößerungen ein sehrempfindliches Papier. Zuerst werden auf schmale Papierstreifen Probe-aufnahmen gemacht.

Negative, welche mit strahlendem Licht vergrößert werden,müssen weicher sein als für Kopierzwecke, wenn nicht ein hartesBild gewünscht ist.

Zerstreutes Licht liefert mehr gleichmäßig abgestufte Bilder.Strahlendes Licht kann durch eine oder zwei, zwischen Kondensorund Negativ eingeschobene Mattscheiben zerstreut werden.

In der Dokumentenphotographie liegen auch öfters Untersuchungs-objekte vor, welche direkt zehn- oder mehrfach vergrößert aufgenommenBeiheft 44 . 5