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Die Photographie historischer Dokumente : nebst den Grundzügen der Reproduktionsverfahren / von P. R. Kögel
Entstehung
Seite
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Nicht selten bringt die Durchprojektion des UntersuchungsobjektesEinzelheiten zum Vorschein, welche auf andere Weise nicht sichtbarwerden. Dichtere Objekte werden mit einem Tropfen reinen Paraffinsaufgehellt. Dasselbe verändert die Schrift nicht, und wird mit Benzinwieder leicht entfernt. Besteht die Schrift aber nur aus Ruß undeinem Bindemittel, welche mit der Unterlage, wie Papyrus oder Perga-ment keine tiefere Verbindung eingegangen haben, so dürfte ein ent-

Abbildung 43.

sprechendes aetherisches Oel, das sich in kurzer Zeit wieder ver-flüchtigt, dem Paraffin vorzuziehen sein.

Bei manchen Schriftuntersuchungen ist es zweckmäßiger, die ein-zelnen Schriftspnren zuerst durch Verkleinerung zusammenzuziehen unddann das Gesamtbild zu vergrößern.

14. Die Gaslichtpapiere.

Die Gaslichtpapiere verlangen hier eine besondere Erwähnung,weil ihre kurze Gradation sehr kontrastreiche Bilder liefert, was inder Dokumentenphotographie fast immer erwünscht ist. Die Behand-lung dieser Papiere iveicht von der der Bromsilberpapiere, welcheweichere Bilder geben, etwas ab.