Die Albuminpapiere können hier übergangen werden. Essind vorzüglich weichbildende Kunstdruckpapiere, die unverarbeitetsich meist nicht lange halten.
In heißen Gegenden wird die getrennte Tonung meistens bevor-zugt. Von den Papieren gelten neben den Bromsilbergelatinepapieren,welche am widerstandsfähigsten sind, die Aristoauskopierpapiere alsdie besten, weil das Silber bei denselben in einer stärkeren Schichteingebettet ist, als bei den Celloidinpapieren. Die Bakteriengefahrfür die Gelatine scheint nur gering zu sein, besonders wenn eineHärtung mit Formalin vorgenommen wurde.
Ueberkopierte Celloidin-, Albumin- und Aristobilder lassensich abschwächen, wenn man dieselben zunächst einige Sekunden indas Tonfixierbad bringt und dabei beobachtet, um wie viel die Kopienzuvückgehen. Dann spült man gehörig ab und legt die Bilder inein Bad, bestehend aus 200 ccm Fixiernatronlösung 1 : 10 und 5 ccmKaliumbichromatlösung 1: 800. In diesem Bade beläßt man die Bilderso lange, bis sie genügend abgeschwächt sind. Man wäscht dannwieder gehörig und tont im Tonfixierbade zu Ende.
Harte Bilder können erreicht werden, wenn während der Be-leuchtung ein gelbgrünes Schutzfilter auf das Negativ gelegt wird.
Zu den Auskopierverfahren gehören auch der Gummi- undKohledruck. 1 )
Beide Verfahren, welche auf der Lichtempfindlichkeit der Chromateberuhen, geben nicht nur sehr haltbare, sondern auch außerordentlichschöne Bilder, auf welchen die Farbe des Pergamentes und der Schrifttäuschend nachgeahmt werden kann. Betreffs der Technik müssen wirauf die Fachliteratur verweisen.
Das Kopieren gebrochener Negative.
Es gibt bekanntlich eine Menge von Ratschlägen, um zersprungeneoder gebrochene Negative so zu kopieren, daß man die Brüche nichtsieht. Auf eine Methode, die einfach ist und gute Resultate liefert,macht M. Sharp aufmerksam. Man legt das zersprungene Negativ imKopierrahmen auf den Grund einer viereckigen, 20—30 cm tiefenSchachtel. Da das Licht nur von oben einfallen kann, werden starkeSchlagschatten und lichte Linien durch die Sprünge vermieden.
0 Der Gummidruck. Von Dr. Wilhelm Kösters. Mit einem Titelbild,drei Bildertafeln und 22 Figuren. M. 3.—. 190:t. — Der Gummidruck undseine Verwendbarkeit als künstlerisches Ausdrucksmittel in der Photographie.Von Th. Hofmeister, Hamburg . Zweite Auflage. Mit vier Tafeln. M. 3.—.1908. — Leitfaden für die Ausübung der gebrüulichen Kohledruckverfabrennach älteren und neueren Methoden. Von G. Mercator . M. 3.—.