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preßt und belichtet. Die belichteten Stellen verliefen ihre Löslich-keit, die unbelichteten werden in Terpentinöl u. dgl. ausgelöst. DiePlatte wird dann in Salpetersäure zum wiederholten Male unter ge-wissen Vorsichtsmaßregeln geätzt, wodurch die von Asphalt nichtgeschützten Stellen vertieft werden.
Zum Druck von Strich und Punkt ohne Halbton kann grobesPapier dienen.
Das Negativ für den Hochdruck in Halbton muß mit einem Rasterhergestellt werden. Derselbe besteht aus einer Glasplatte, in welche
Abbildung 51.
ein dichtes Liniennetz eingeritzt ist. Sie wird zur Aufnahme vor diePlatte gestellt. Dadurch wird das Bild in kleine Punkte zerlegt,welche eine geschnittene Schärfe besitzen müssen. Zur Aufnahmewird die nasse Kollodionplatte benützt. Die normalen Raster be-sitzen 60 Linien auf ein Quadratzentimeter, feinere 90—150 Linien.Je feiner der Raster, desto feiner die Zeichnung; desto glatter sollaber auch das Papier sein. Diesem Zweck entsprechen am besten dieGlanzpapiere, welche jedoch nicht sehr haltbar sind und möglichstdurch die sog. Kunstmattdruckpapiere ersetzt werden sollten.
Druckstöcke aus Kupfer liefern feinere Zeichnung als solcheaus Zink , da das efstere sich gleichmäßiger ätzen läßt.
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