I. Aufzug.
I, Auftritt,
Ivorms.Ein Ballfest des Kaisers.
Die Bühne zeigt einen gothischen Vorsaal. Ganz im Vorder-gründe links eine große Fensternische; in ihr, an der Wand, einDivan. Im Hintergründe führt eine große, fast völlig verhängteThür in den Festsaal. In diesem buntes Treiben. Herren undDamen, meistens in reicher spanischer Tracht. Man hört fröh-liches Lachen und Plaudern. Musik, unterbrochen durch Pausen,während des ganzen Auftrittes. Hin und wieder laufen Be-diente über die Bühne.
Heinrich von Nassau und Kardinal Aleander kommenvon rechts. Nassau trügt in der Hand ein Papier und siehtetwas ärgerlich drein.
Aleander: Nehmt mir's nicht übel! Ihr wißt ja,ich handle nur auf höheren Befehl! — Freilich —IMag vielleicht nicht sehr angenehm sein —! Machtvielleicht Striche durch g ewisse Rechnungen! — Hin!
Nassau: Gebt euch zufrieden, Herr Kardinal! —Die Sache berührt uns gar nicht. Nur hättet Ihr siefür eine gelegenere Zeit aufheben können. Heute Abendist es mir nicht um Politik.
Äteander: O ja! — Liegen lasten — bis über-morgen! — Um den Thatsachen nachzuhinken —!