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Ulrich von Hutten
Seite
72
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Kopf, Sie ringen verzweifelt, Wnffenklirren hinter der Szene.Man versucht die Thür zu öffnen. Man hört Kolbenstöße undArthiebe.)

Margarethe: Das ist Rettung! — (schreiend:) Hilfe!- Hil-

öergtll (packt sie mit Aufbietung aller Kraft und schleudertsie auf ein Polster. Dort drückt er sie zusammen und würgtihr die Kehle zu:) Stirb, Schlange!

(Margarethe röchelt, im selben Augenblick, wo Bergen Marga-rethe an der Kehle packt, fliegt die Thür auf. Richardv. Trier mit Landsknechten tritt ans.)

Trier: Gott ! — Margarethe! — Bergen, wasthut Ihr?!

(Ein Landsknecht ist herzugetret.'n; er überblickt die Lage undstößt Bergen rasch seinen Dolch in den Nacken. Bergen tanmeltmit einem Aufschrei rückwärts und bricht zusammen.)

Trier : Holt Wasser! — Wir kommen zur rechtenZeit! — Hier das Kind?

(Einige Landsknechte tragen Uli auf ein Polster. Andere bringenWasser. Alles beschäftigt sich um Uli und Margarethe.)

Trier : Was ist hier vorgegangen? — (er bemerkt

auf dem Boden den Brief des Prinzen Ferdinand, läßt sich ihnaufheben und liest ihn:) Das war es! (knillt den Brief

zusammen:) Ich begreife alles!--(triumphierend:)

Jetzt ist sie mein, Ferdinand, und mein bleibt sie!

Margarethe (ist zum Bewußtsein gekommen, matt:)Mein Kind! — Mein Kind! — (sie steht auf und siehtam Boden liegend die Leiche ihres Mannes: grell lacht sie aufuud bricht ohnmächtig zusammen.)

Trier : Rudolf! (Rudolf tritt hervor:) Bringe dasWeib mit sicherem Geleit nach Trier ! — Lebt ihrKind?

Ein Landsknecht (mit Uli beschäftigt:) Wird kaum-aufkommen!

Trier (zu Rudolf:) Sie und ihr Kind! — (zu allen:)

Schweigt über alles, was ihr hier gesehen! — Ich