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Ulrich von Hutten
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ziehe gegen Schaum bürg. Die Gefangenen werdengehenkt, die Burg niedergebrannt, sobald wir sie ver-lassen. (halblaut:) Rudolf, niemand erfährt, daß wirdas Weib nach Trier bringen.

(Margarethe wird aufgerichtet und mit Uli fortaetragenAlle ab.)

IV. Auftritt.

Line Anhöhe vor Trier .

Früher Morgen. Im Vordergrund links unter einer mächtigenLinde eine steinerne Bank. Im Hintergrund die Stadt Trier .

Bauern kommen mit Sensen, Dreschflegeln nnd Messernbewaffnet. In ihrer Mitte ein Dominikaner .

1. Lauer: Nix! Nix! Fort mit ihm! Fürsten und Pfaffen sind dasselbe Leder!

2. Lauer: Pack' er sich, Freund!

3. Lauer: Scheer er sich zum Teufel!Dominikaner : O ihr armen verlorenen Schafe!

2. Lauer: Was! Er nennt uns Schafe!Will er mit meinem Dreschflegel Bekanntschaft machen?

Dominikaner : Ihr Verirrten aus der Herde desHerrn! Ihr thut Sünde vor Gott und haltet es mitden Ketzern!

3. Lauer: Wer ist ein Ketzer? Wen meint erdamit?

1. Lauer: Meint er gar unsern Herrn, den Sik-kingen?

3. Lauer: Den Sickingen heißt er Ketzer.Dominikaner : Unser Herr im Himmel hat Er-barmet? mit Euch! Mich hat er gesendet, Euch zu retten.