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Ulrich von Hutten
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Nassau: Verzweifelt! Sie habe» ihm alle Burgengenommen. Nur in Landstuhl hielt er sich noch.Dort haben sie ihn von allen Seiten eingeschlossen.Der Landgraf von Hessen hat ein großes Geschützmitgeschleppt, Sie werden ihm das Nest zusammen-schießen.

Ferdinand: Das können wir nicht dulden!

Nassau: Was wollt Ihr thun?

Ferdinand: Den Fürsten Einhalt gebieten! Daswar nicht wohlgethan, daß Ihr die Fürsten zu einenBund gegen Sickingen vereinigt habt,

ilal^au i Das war Notwendigkeit. Der Bund kehrtesich nicht gegen Sickingen, sondern gegen die Plänedes Hütten, der Sickinczens Arm für sich gewonnen.Diese Pläne mußten hintertrieben werden, wollten wirnickt das ganze Reich über unserm Kopf zusammen-krachen lassen. Den Hütten habe ich unschädlich ge-macht; wenn Sickingen mit ihm zu Grunde gehtmeine Hände sind rein.

Ferdinand: Er muß gerettet werden. Der Kaiserbedarf seiner. Wir befehlen den Fürsten in des KaisersNamen, den Sickingen einen billigen Frieden zu ge-währen.

Ilassan: Sie werden nicht gehorchen, höchstensLudwig von der Pfalz . Immerhin haben wir einStück gewonnen, wenn'S gelingt, ihn von den andernzwei zn trennen.

Ein Page (meidet:) Der päpstliche Legat, KardinalAleander ! (ab.)

Aleauder tritt nui. Er verbeugt sich vor Ferdinand tief undküßt seine Hand. Nassau grüßt er leichthin.)

Ferdinand: Was bringt Ihr uns gutes, HerrLegat?

Älrandrr: Ich komme in wichtigen Angelegenheiten,Von meinem Herrn habe ich den gemessenen Befehl,bei dem Reichsregimente auf strenge Erfüllung der vonder kaiserlichen Majestät übernommenen Verpflichtungen