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Ulrich von Hutten
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zu dringen. Die Ketzerei greift in den deutschen Landenimmer mehr um sich. Sogar zu einem Bürgerkriegeist es gekommen. Das macht seiner Heiligkeit schwereSorgen.

Ualsan: Seine Heiligkeit zeigt große Teilnahme anden Geschicken unseres Landes. Ihr könnt seiner Heilig-keit versichern, daß wir mit unsern Angelegenheitenallein fertig werden.

Älrandrr: Seine Heiligkeit hat das nie bezweifelt.Nur dringt sie auf strenge Bestrafung der Anstifterdes Krieges.

Ullssan: Gegen Ulrich von Hütten wird strengevorgegangen werden.

Älcander: Nur gegen Ulrich von Hütten ?

Uassan: Er allein ist der Anstifter. Im übrigenwerden wir sie Sache genau untersuchen.

Älrnndrr: Sickingen! Sickingen! Das ist derMann, aus den oie Schuld fällt.

Nassau: Herr Legat, man wird die Sache unter-suchen. Was geruhen Euer Hoheit zu verfügen?

Ferdinand: Über Hütten? Wir werden denSchurken ächten.

Alrandrr (brummig-) Da wird sich der Erzbischofvon Trier frenen!

Nassau. Mit Umgehung des Reichstages?

Ferdinand: Wir brauchen keinen Reichstag.

Nassau (stößt Ferdinand Mi; lciic:) Ein Lapsus!Ferdinand : Dder doch? Was haltet Ihr davon,Nassau?

Nassau: Wir brauchen den Reichstag wohl dazu;doch wird er uns nicht entgegen sein.

^lraudrr: Ener Hoheit mögen mir ein Wort ge-statten !

Ferdinand: Nnn?

Äleander: Wie stellen sich Euer Hoheit zu dem Un-sichrer der Rebellen, zu Sickingen?Ferdinand: Ich werde alles thun