— 94 —
zu dringen. Die Ketzerei greift in den deutschen Landenimmer mehr um sich. Sogar zu einem Bürgerkriegeist es gekommen. Das macht seiner Heiligkeit schwereSorgen.
Ualsan: Seine Heiligkeit zeigt große Teilnahme anden Geschicken unseres Landes. Ihr könnt seiner Heilig-keit versichern, daß wir mit unsern Angelegenheitenallein fertig werden.
Älrandrr: Seine Heiligkeit hat das nie bezweifelt.Nur dringt sie auf strenge Bestrafung der Anstifterdes Krieges.
Ullssan: Gegen Ulrich von Hütten wird strengevorgegangen werden.
Älcander: Nur gegen Ulrich von Hütten ?
Uassan: Er allein ist der Anstifter. Im übrigenwerden wir sie Sache genau untersuchen.
Älrnndrr: Sickingen! Sickingen! Das ist derMann, aus den oie Schuld fällt.
Nassau: Herr Legat, man wird die Sache unter-suchen. — Was geruhen Euer Hoheit zu verfügen?
Ferdinand: Über Hütten? — Wir werden denSchurken ächten.
Alrandrr (brummig-) Da wird sich der Erzbischofvon Trier frenen!
Nassau. Mit Umgehung des Reichstages?
Ferdinand: Wir brauchen keinen Reichstag.
Nassau (stößt Ferdinand Mi; lciic:) Ein Lapsus!Ferdinand : Dder doch? — Was haltet Ihr davon,Nassau?
Nassau: Wir brauchen den Reichstag wohl dazu;doch wird er uns nicht entgegen sein.
^lraudrr: Ener Hoheit mögen mir ein Wort ge-statten !
Ferdinand: Nnn?
Äleander: Wie stellen sich Euer Hoheit zu dem Un-sichrer der Rebellen, zu Sickingen?Ferdinand: Ich werde alles thun —