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Die Währungs-Debatte im englischen Unterhaus vom 17. März 1896
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unterbietet, Ich hoffe, die Vertreter der Arbeiter aus der andernSeite des Hauses werden sich diese Ansicht merken (hört! hört!).

Dann hat er uns über das Aufgeben des BimetalliSmuS in ,vranl-reich erzählt, das; dies nach vor dein Krieg geschehen sei, da eine Kommissionini Jahre 1869 erklärte, das; das System nicht langer ansrecht zn erhaltensei, Icl> iveis; nicht, woher der sehr ehrenwerte Herr seine Insormationgeschövst hat, Aber mir wnrde mitgeteilt, das; der erwähnte Bericht ineiner der französischen Kannnern wohl beraten, das; aber im Januar 187l>beschlossen wnrde, nn der Doppelwährung festzuhaken, so das; also Frank-reich vor dem Krieg, nach reifer lLrwägnng, ans biinetalliftiscl>en! Stand-vnntt verharrt ist,^

Weiter hat der Vorredner eingeivandt: Wenn man glaube, es bildeder dermalige -Ztnud der Wechselkurse zwischen England nnd Indien einen'Anreiz sür die dortigen industriellen, so sei es nicht tlng, eine Währnngsänderung mit der erklärten Absicht einznsühren, die Inder dieses Anspornszu berauben, '^on einem gewissen Standpunkte ans mag diese AnSsührnngrichtig sein, aber nicht von senem des sehr ehrenwerten Herrn, Demi erwar ein Mitglied der Regierung, welche Indien eine künstliche Währnngausnötigte, welche mit der Währung von 200 Millionen tlnterthanenIhrer Majestät ihr Spiel trieb, in der wohlüberlegte!! und ossen ertartenAbsicht, den Wert der Rnpie über den Marktpreis hinanszntreiben nndmit dem unvermeidlichen Ersolg, dadurch deu Rei^ sür indischen Erportzn vermindern, Ich glaube, ich habe über diesen Punkt nichts weiter zusagen gegenüber einem Herrn, der mehr als irgend jemand sonst gethanhat, um die Hinsälligkeit seiner Beweisführung zu zeigen.

Der sehr ehrenwerte Herr hat dann ferner einen Punkt vorgebracht,welcher bisher kaum iu die Debatte gezogen worden ist, nämlich den betreffsdes <^läubiger-VandeS, ES giebt nnn kaum irgend ein Argument, welchesnns in größeren Perruf in Amerika wie ans dem Kontinent und beiunfern Kolonien gebracht hat. und mit allem Recht, als gerade dieses.

Sir, W. Hurcourt: Warum?

Mr, Balsour: Warnm? Ich will hieraus antworten. Der sehr ehren-werte Herr sagte nns mit Recht, das; die Schulden an nnser Vand mit Waren be-zahlt werden, die in Gold berechnet werden, und das? die seit 20 Iahren eingetretenePreissteigerung deS Goldes die Wirkung gehabt hat, das; das (Gläubiger-Vandeine viel grössere Menge von Waren erhält, als es ursprünglich zn fordernhatte, wenn man diese Waren nach ihrem damaligen Wert in Geld berechnethätte, Glaubt der sehr ehrenwerte Herr, das; diese Begründung sich in denAngen jener empfiehlt, die an nnS zn zahlen haben? DaS, was diesewünschen nnd auch wir verlangen, ist, das; sür die Schuldverhältnisse einfestes, für eine lange Reihe von Jahren gültiges Mas;, nicht nur für de»privaten, sondern auch siir den internationalen Perkehr giltig, geschassenwerde. Wir erachten mit den tüchtigsten Polkswirtcu der ganzen Welt, das;dieser seste Masistab bei einem bimctallistischen S»stein wirksamer ins Veüeugerufen werden könne, als vei einem monometallistischen, (Nein! Nein!) Ichsage nicht, das; meine Anschannng die richtige ist, aber das; dies die Ansicht

* Amnertuug des Herausgebers: In der .^onnuifsiou, die am 29, Juli1870 ihre letzte Sitzung abhielt, erklärten sich von W Mitgliedern dc->Lonseil «upöi'iviir 1?u,vso csrwinss rsssi'vs,^ für die Goldwährung,nur 6 für Beibehaltung der Silberfreipräguug,