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Die Währungs-Debatte im englischen Unterhaus vom 17. März 1896
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aller wissenfchaftlich gebildeten Pollswirte ist, Nein! Nein!, Wennfremde Völker meinen, daß jetzt ihre Schuldenlast ans künstliche Weise ver-mehrt wird, so werden sie weiter schließen, daß es dem sehr ehrenwerten Herrnnicht so sehr darin» ;» th»» ist, eine ehrliche Währung, wie man ernennt,aufrecht z» halten, als aus diese Weise mehr, als gerecht ist, aus denSchuldnern herauszudrücken, iNein! Nein!)

Ich gehe uuu von den Außemverle» z» der Ha»ptstell»ng über,die der sehr ehrenwerte Herr in seiner Rede eingeiwmmeu hat, Die Po-litik der Regierung ist schon durch meinen sehr ehrenwertenFreund, den Schatzkanzler, dargelegt worden, Er hat dem Haasmitgeteilt, daß das Kabinet der Ansicht ist, (wie ich selbst es auchimmer war), daß es unmöglich ist, unserem Handelsstande und»uferen Finanz lente» eine Form der Währung ausznnötigen,gegen die sie protestieren, uud die sie nicht annehmen wollen.Hört! Hört!) Ich gebe zn, daß, während mein sehr ehrenwerter Freund,der Schatzkanzler vollkommen genau die Politische Anschaiumg derRegierung wiedergegeben hat (I -rclmit, tbat m^ i-i^Kt Iwn. trisuel Iwspei't'ketklv neeni'ntklv i^prsssniecl tick poliez' of tluz (Government"),die Darstellung, wenn mir die Erfüllung der gleichen Pflicht obgelegenhätte, vielleicht eine etwas andere Färbung erhalten haben würde (Heiter-keit!), Die Zeichnung des Gemäldes war eine vollständig korrekte, aberdie Abtönung nnd Schattierung ließen, von meinem Standpunkt betrachtet,vielleicht einiges zu wünscheu übrig (Heiterkeit!) Meiu sehr ehrenwerterFrennd hatte das Recht zu sprechen, wie er sprach, Er hält nur einMetall sttr den richtigen Maßstab, ich glanbe an die Doppelwährung: wasdie Politik, die einzuhalten ist, betrifft, so sind wir einer Meinung, Derlinterschied zwischen uns liegt nur darin, daß, während mein sehr ehrenwerterFrennd seine ungeteilte Freude über die Ansichten zur Schan trägt, die überdie Wtthrnngsfrnge in so großein Maße nnter der Finanzwelt der Eitu vonLondon herrschen, ich das Vorherrschen dieser Anschauuug bedanrc, Fchmeine, daß nnsere Bankiers hier, wie in andern Tingen, hinter den gesundenAnsichten etwas zurückgeblieben sind, und daß die Zeit nicht ausbleibenwird, wo sie sich der Anschauung der großen Mehrzahl der Männerder Wissenschast anschließen werden, daß das bimetallislische System nichtnur von anderen Rationen, sondern auch von der nnsrigen angenommenwerden sollte, In dieser Hoffnung bestärkt mich der schon jetzt wahr-nehmbare Umschwung der öffentlichen Mcinnug (hört! hört!), Icherinnere mich genau der Zeit, da bei jeder Debatte über diese Frageein Mitglied nach dem andern ausstand, um zu erklären, daß diePinietallisten die Gesetze von Angebot nnd Nachfrage, die Rückwirkung derProduktionskosten ans den Wert u, s, w, leugneten.^ Auf diesem Staudvuukt

-5 Anmerkung d, H.: Balfour kommt alljährlich auf diesen Punkt znsprechen. Aber mau könnte ihm darin zustimmen, ohne daß dadurch für dieinternationale Doppelwährnug viel gewonnen wäre, da »och ein Tuyeudanderer Gründe gegen sie vorliegt (s, oben S, 11),

Der Redner sucht serncr immer den Anschein zn erwecken, als sei dieFrage, ob gegenüber der enormen Steigerung der Silberprodnktio» ei» staat-lich fixiertes Wcrtverhältins im Widerspruch mit dem Marktpreis aufrechterhalten werden könne, gelöst »»d zwar z» G»»stc» deZ Bimetallismus, Vonall dem ist das gerade Gegenteil richtig. Seit Jahren sviicht Balfour jedem,