Druckschrift 
2 (1894) Charakteristiken
Entstehung
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

21 -

Nachdem er diese Schriftstücke versaßt hatte, Zeugnisseeines Geistes, der in keiner Weise über den Durchschnittder Ideen seines Zeitalters hinaus ragt und sich mit nurallzu großer Leichtigkeit alles aneignet, was sie an falschemPathos und abgedroschenen Phrasen in ihrem Strome mitsich führten, gab Lux seinen persönlichen Gefühlen wiederRaum und überließ sich den letzten Herzensergießungengegen die Seinigen. Wir ersehen aus seineu Briefen, daßder Gedanke, von sich reden zu machen, damals eine ge-wisse Herrschaft über seine Phantasie erlangt haben mnßte;wir erkennen ferner daraus, welche entscheidende Rolle indieser reinen Seele der unerschütterliche Glaube au einzweites, dem irdischen unmittelbar folgendes Dasein spielte,und wir umfassen mit einein Blick die Vergangenheit undGegenwart seines Lebens.

Am nächsten Tage, dem 7. Juui, schreibt er, wie folgt,au sein Frau:

Wcrthc Frau! Liebste Sabine!

Die öffentlichen Blätter werden eher als dieser Brief zn Dirgelangen und Dir Nachricht von meinem Ende geben. Wenndarin die Beweggründe angegeben werden, wie sie sind, so wirstDn denken:mein Mann hat seiner würdig gehandelt", und istdarin die Geschichte anders dargestellt, so wirst Du Dir sagen:Das ist gelogen, mein Mann kann nur durch groize, wichtigeGründe und zum Nutzen des Vaterlandes bewogen sein worden,diesen merkwürdigen Schritt zu thun. So ist es auch wirklich,es würde mir aber hier zu weitläufig werden. Dir dieselben aus-einander zu setzen. Es ist natürlich, daß es mir nahegehenmusz, Dich und unsere Kinder im Stiche zu lassen, allein wenn esdas Beste des Vaterlandes betrifft, muß man nicht balancircu,

2) die Versammlungen der Urwähler einberufen, N die Zügel derausübenden Gewalt in die Hände eines fähigen, zuverlässigen,tugendhaften und republikanisch gesinnten Mannes legen. Vielleichtwäre Noland, den ich nie gesehen habe (wie auch Brissot nicht),dieser Manu."