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2 (1894) Charakteristiken
Entstehung
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Wenn man diese Briefe liest, die Daten neben ein-ander hält und feststellt, daß dieser Mann ungefähr dreiWochen lang mit dem Gedanken, zu sterben und in Auf-sehen erregender Weise zu sterben, gelebt hat, so ist wohldie Frage berechtigt, ob wir es hier nicht mit einer jenerkranken Phantasien zu thuu haben, die sich am Gedankender Selbstvernichtung laben, weil sie das ergreisende Schau-spiel, welches ihr Hinscheiden gewähren wird, gleichsamvoraus genießen, besonders dann, wenn sie, wie unser Held,ihre Vorstellungen von einem Weiterleben im Jenseits inkindlicher Weise der irdischen Welt entnehmen.

Doch, wird alles wohl erwogen, so schützen Lux's Lebenund der Geist seiner Zeit ihn genugsam vor diesem Ver-dacht. Angesichts einer Vergangenheit, die so ausschließlichdem Kultus des Ideals geweiht war, und einer so sou-veränen Todesverachtung, wie er sie iu der Folge zeigte,wäre es höchst ungerecht, anzunehmen, er sei eines solcheneiteln Spieles vor sich uud anderen fähig gewesen. SeinEnde beweist uns, wie unerschütterlich und frei von Eitel-keit seine Absicht zu sterben war.

Der Plan, den Konvent dnrch eine solche öffentlicheSelbstopfernng zn rühren, mußte ihm fv ist anzu-

Bürger Gnadet, als ick, Euch vor acht Tagen meineAbsicht zu sterbe» kundgab, versuchtet Ihr, mich von meinem Ent-schlüsse abzubringen! ich habe Eure Gründe erwogen und findesie nicht hinreichend. In einer derartigen Krisis bedarf es einesBeispiels. Gehen die Dinge so fort, gut, so überlebe ich es nicht.Wandeln sie sich, so hoffe ich denen zugerechnet zu werden, die zudieser Wandlung werden beigetragen haben."