Druckschrift 
2 (1894) Charakteristiken
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

der Universität Mainz, einen treuen Anhänger der Revo-lution, gerichtet. Dieser Brief sieht die Dinge heiterer, jascherzhafter an, als die vorhergehenden. Zuerst sagt erihm, man müsse nicht au der allgemeinen Sache verzweifeln,er sei voller Vertrauen und keineswegs niedergeschlagen,und so heftig auch seine Gefühle auf und nieder schwankten,seien sie im Grunde doch uicht vou denen verschieden, dieihn einstmals bewegten, da er noch in seinem Dorfe hinterdem Pfluge herschritt. Dauu schließt er, indem er ganzund gar zum Scherz übergeht:

Was macht Ihre Frau Liebste? Gibt's bald was Junges?Das ist uuu eben schade, daß unsere wechselseitige» Gevatter-schaften einen Strich bekommen. Ich bin nnn bereits mit dreiMädchen*) geschlagen und hatte mir, dem Eigensinn der Naturzum Trotz vorgenommen, einen Sansculotten uoch zu bekommen.Aber nu» geht es nicht an, denn die verdammten Jakobiner hierhaben mir nnd meiner armen cöds ciroit einen hundssötiischeuStreich gespielt und ich will versuchen, ihnen einen dagegen zuspiele».

Scherz beiseite, lieber Vogt, Sie wissen, daß oft kleineMittel große Wirkungen hervorbringe», voilü., die Gründe meinesSchrittes, ^.clisu clonL, aber, ungeachtet Ihres Systems, nicht fürallezeit! Der Heinrich sitzt schon droben hinter einem Himmels-sciistcr mit seiner Koppe und einem Handtuch umgürtet, ich kommemit Stiefeln hin, und Ihr werdet am Ende nolsns volvns inEurem SchlafwammS kommen. Adieu!"

Diese Briefe finden ihre Ergänzung in einem letzten,zwölf Tage später, am 19. Juni, an Guadet gerichteten.Wahrscheinlich haben wir auch hier ein Origiualschreibenvor uns, das erst nach der Ausführung des verhängnis-vollen Planes an seine Adresse gelangen sollte. Der In-halt ist im wesentlichen folgender:

tüitovsn i^naclet. Mg-ncl,ss vov.5 l^i oonrmuniHns, il v g,Iinit ^onrs, mon clssssin cls mourir, vous tüe^is? cis rns tÄirg

^> Eine von den Dreien starb in sehr zartem Alter.