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Venu der Kaiser etwas wollte, was Nouher nicht zu-sagte, so ließ er es nach Möglichkeit hangen nnd in derAusführung ans Abwege geraten. Mag er sich heraus-ziehen l^n'il s'en tirs!), wars er dann wauchuial unge-duldig hin. Von allen Gruudpfeileru des zweiten Empirewar er einer der solidesten, und er ist unter deu Getreuender einzige Mensch von Wert uud großer Nützlichkeit, derden Kaiser überlebt. Dabei hat er iu Geldsachen sich nieeine Blöße gegeben — ein Pnnkt, in dem auch der SohuZsrcmie's, Plonplon, sich immer rem gehalten hat.
Louis Napoleon brauchte Leute, die für ihu arbeitetenund redeten, und besonders auch solche, die ihn mit ihrerVerantwortlichkeit deckten. Wohl führte 'er in Paraderedeudie Phrase von seiner eigenen nnd alleinigen Verant-wortlichkeit im Munde, aber er war iu Wirklichkeit äußerstcmpsiudlich für ein Mißlingen und sehr dankbar, wennsich jemand für ihu in die Bresche stellte. Das war Hauß-mauus große Tugeud iu seineu Augeu. Paris mitreißender Schnelligkeit in höchster Vollendung uud Prachtauszustatten, lag ihm gewaltig am Herzen. So geduldiger sonst seiu konnte, hier ging es ihm nie schnell genng.Wurde dann einmal ein Gottesgericht gegen die Janit-scharenherrschaft iu den städtischen Finanzen losgelassen,so stellte sich Hausmauu vor deu Riß und nahm alles ausseiu Haupt. Dasür durfte er sich nach allen Richtungenhin schadlos halten.
So wenig wie der Kaiser zu fragen verstand, sowenig verstand er zu diskutieren: er hegte und pflegteseine Jdeeu im Stillen, dialektische Mittel hatte er nichtfür sie übrig. Das brachte ihu auch mehr unter denPantoffel, als man hätte annehmen sollen. Die Störungseiner Beschaulichkeit mit Erklärungen, die man ihm ab-nötigen wollte, war ihm gehässig, und wenn ihm — wie