'Mur von dein Menschen zu sprechen, von dem, waser war, was er vermochte nnd was er vollbrachthat, wie er den Freunden vor Augen stand, wieer dem aufmerksamen und verstehenden Leser nahe trat,ist mein Vorsatz. Eingehend seine Schriften zu würdigen,wäre eine Aufgabe, der ich, wenn überhaupt, amwenigsten iu diesem Momeut mich gewachsen fühlenkönnte, wo das Bedürfnis nach besänftigenden Worten desAbschieds kaum Zeit genug zu einem raschen Uebcrblickgewährt. Besser Berufene werden sich der lohnendenArbeit unterziehen, das Andenken des in seiner Art einzigenMannes zu ehren und die wißbegierige Welt über dieSchätze zu belehren, die er ihr hinterlassen hat. Sie wirdnicht leicht sein, diese Aufgabe. Denn wer sie lösen will,wird an Vielseitigkeit in Studium und Leben an ihnhinaufragen müssen, an ihn, der grade darin von wenigenerreicht, von keinem übertroffen worden ist. Wird schonselten genug die Gelehrsamkeit eines Einzigen die ältere,neue und neueste Litteramr der v^er großen KulturnationenEuropas beherrschen, so dürfte sich kaum ein zweiter finden,der so wie er neben der Arbeit der Studierstube, die er mitganzer Seele betrieb, sich zugleich im fließenden Leben allervier Nationen persönlich mitbewegt, dasselbe in seinenTiefen ergründet hat. Die doppelte Universalität ist dasCharakteristische an Hillebrand. Und während eines amandern, Wissen und Leben, sich fortwährend ergänzt unddurchdringt, steigt aus den gesammelten Thatsachen, vom
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