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2 (1894) Charakteristiken
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deutsche Litteratnr, um sieh in raschem Lauf eiue wohlver-diente hohe Stellung zu erobern. Die sechs BändeZeiten, Völker uud Menschen", ivelche in deinJahrzent von 187-21882 iBerlin, Robert Oppenheini)zum Theil ans einzeln veröffentlichten Abhandlungen ge-sammelt, znm Teil ganz Neues bringend erschienen, habenihrem Verfasser deu Dank von tausend nnd abertansendseiner wißbegierigen Laudsleute eingetragen und ihm einendauernden Platz iu ihrem Andenken gesichert Wie vielBelehrung und Anregung, wie viel genußreiche Stundensind aus diesem cwigquellenden Born geschöpft worden!Hier liegen Schätze des Wissens und Denkens angehäuft,an welchen noch ein Menschenaltcr sich ergötzen und be-reichern kann; nnd, wenn schon der Lebende sich Auf-merksamkeit nnd Zutrauen in reichem Maße zu erwerbengewußt hat: der Tod, der große Meister, welcher zwischenVergänglichem und Dauerndem die Wage hält, das eineder Vergessenheit überliefert, das andere erst recht zuneuem Leben erweckt, wird gerechterwcise hier seinesAmtes walteu.Die Zeiten, Völker und Menschen" KarlHillebrands werden ein Bestandteil nnd eine Zierdewohlangelegter Hausbibliotheken werden. Freilich hätteneitle Hausväter erst aus diesem Schatzkästlein unter anderemauch zu lernen, wie sehr der Deutsche Edelmann undBürger iu der Pflege solchen Bücherbesitzthnms hinterseinen Nachbarn im Westen zurückgeblieben ist.

Frankreich nnd die Franzosen in der zweiten Hälftedes XIX. Jahrhunderts", welches den ersten der sechsBände ausmacht, ist ohne Zweifel das bei weiten« ammeisten gelesene von Hillebrands in deutscher Sprache ver-faßten Büchern. In diesen nnmittelbar auf den Kriegfolgenden Jahren mußte ein solches Bnch doppelt will-kommen sein. Wenn irgend eine, so war diese Feder be-