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streben mit dem nach abschließenden Resultaten zu ver-einigen, daß man auch ihm schwerlich die Palme desSiegers wird überreichen können. Nnr eins möchte ichtjinzuschen' er hat sich gerade in dieser Arbeit am meistenangelegen sein lassen, das Gute auf beiden Seiten her-vorzuheben. Natürlich hat das nicht gehindert, daß ihmvon beiden Seiten auch das Gegenteil zur Last gelegtworden ist. In seiner Vorrede zur zweiten Ausgabe wendeter sich gegen diejenigen Deutschen, die ihn, ganz gewißohne Gruud, angeklagt haben, seinen Landsleuten nichtgerecht geworden zu sein. Von den Franzosen sagt er,daß sie bezeichnenderweise das Buch nirgends besprochenhätten. Ich glaube, das wäre kein schlechtes Zeichen ge-wesen. Denn hätten sie ihm Einseitigkeit vorwerfenkönnen, so würden sie, wie seit dem Kriege üblich, sichgewiß mit Anklagen der Undankbarkeit gütlich gethanhaben.
Was mir von mündlichen Auslassungen über dasBuch mittelbar zukam, zeugte nicht eben von Wohlwollen,hatte aber schon deshalb keine Bedeutung, weil es garnicht auf Keuntnis der Schrift selbst beruhte und lediglichdem Bedürfnis entsprang, alles Deutsche zu verurteilen.Man meinte, es passe sich für den ehemaligen Professoran einer französischen Fakultät überhaupt nicht, ein auchselbst unparteiisches Buch über den Konflikt der beidenNationen zu schreiben. Uebrigens muß ich der Wahrheitzur Steuer hinzufügen, daß die „Rsvns oridiqus" vom10. Oktober 1874 eine sehr eingehende und ganz wohl-wollende Besprechung aus der Feder Gabriel Monods,des vortrefflichen Gelehrten und angesehenen Heraus-gebers der „Rsvus liiskoriqns" brachte, welcher selbst nachdem Kriege eine sehr interessante und rein menschlicherErwägung gewidmete Schrift: „?rs,v.hg,is st ^.I1smg.iiäs