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psll6g,vt 1a Znerrs" veröffentlicht hat. Auch sind die-jenigen Franzosen, die sich gleich ihm ein freies Urteilbewahrt haben, unter den Höchstgebildeten nach meinerErfahrung durchaus nicht so selten, wie man aus gewissenan die Öffentlichkeit tretenden Demonstrationen einigerGelehrten schließen könnte.
Das Buch über Frankreich ist sowohl ius Französische,von Minorer, als ins Englische , von Roscoe, letzteres sehrgut (ohne Namensnennung), übersetzt worden.
Seit den bösen Tagen von Lille hat Hillebrand denBoden von Paris nur ein- oder zweimal flüchtig auf derDurchreise berührt. In den Jahren seiner letzten Krank-heit suchte er Linderung in dem geschützten Meerbusen vonAreachon nahe bei Bordeaux. Hier machte sein für solcheEindrücke sehr empfängliches Gemüt die wohlthuendeErfahrung, daß er von etlichen alten Freunden mit derganzen Wärme und Dienstfertigkeit, welche zu den schönstenEigenschaften der Nation gehören, aufgenommen ward.Seine Häuslichkeit verlegte er Anfangs der siebenziger Jahrenach Florenz . Wohl hätte es gelingen können, ihn baldnach dem Kriege für Deutschland zu gewinnen. Als manspäter ihm mehrfach Professuren anbot, war die Thalsacheseiner Ansiedelung in Florenz schon vollzogen. Er hingvon lange her durch viele Fasern seines Lebens und Strebensmit der wundersamen Stadt zusammen uud hat den Ent-schluß auch nie bereut. In die Schablone irgend eineramtlichen Stellung wäre seine über alles Zünftige weithinaus gewachsene Existenz- und Empfindungsweise nichtmehr hineinzubringen gewesen, und für die Freibeweglich-keit seiner Studien am lebendigen Leib der Völker war esein Glück, daß er sich in keine Pflicht, und wäre sie aucheine leichte und ehrenvolle gewesen, spannen ließ. DerSommer gehörte den Reisen nach England und Deutschland