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Jahre, um nur ganz flüchtig anzudeuten, was alles,taum darf ich sagen nebenher, geschafft und geschasfeuwurde.
Im Jahre 1874 gründete Hillebrand die „Jtalia",ein Jahrbuch zur Verbiudung der Geister zwischen Italien nnd Deutschland . Vier Bände sind davon bis 1877 er-schienen (Leipzig , H. Härtung). Die einzelnen Beiträgesind teils von Deutschen deutsch geschrieben, teils aus demitalienischen Manuskript der Mitarbeiter übersetzt; danebenitalienische metrische Uebertragungen deutscher Dichter, zumSchluß jedes Bandes eine umfassende Neberschau der ita-lienischen Politik aus der Feder des Herausgebers. Diewertvolle Publikation, in welcher viele erste Namen beiderLänder figurierten, mnßte leider, aus leicht zu erratendenGründen, nach dem vierten Band abbrechen. Im selbenJahr wie der erste Band „Jtalia" ist endlich auch einanonym erschienener Band „Briefe eines ästhetischen Ketzers"zu verzeichnen (Berlin R. Oppenheim). Ein Kapitel überdie „Museomanie", welches darin enthalten ist, sollte immervon neuem gelesen werden.
Wie viele hätten sich mit solcher Arbeit und Leistungbegnügen dürfen. Ihm aber erschien es, als ob er dieAnfgabe seines Lebens erst jetzt in Angriff zu nehmen hätte.Die „Geschichte Frankreichs von der Thronbesteigung Lud-wig Philipps bis zum Falle Napoleons III." sollte rechteigentlich das Werk seiner gereiften Kraft werden. Siewar auf füuf Bände berechnet; zwei davon sind erschienen.Sie gehören der Sammlung von Ukert und Heeren, jetztGiesebrecht, an. Der zweite Band schließt mit der Februar-revolution. Zu dem Schmerzlichsten, was ihm die drei-jährige Krankheit bereitete, gehörte die Unterbrechung dieserArbeit uud die Ahnung, daß er sie unvollendet hinterlassenwerde. Den dritten Band hat er mit Aufbietung seiner