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2 (1894) Charakteristiken
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Skandal zusammengetragen haben, die Vehse und die Scherl',sie bleiben dahinter als anne nnschnldsvolle Engel zurück.Aber gerade, wenn nian an die jüngeren Generationen denkt,welche den ersten unvorbereiteten nnd kritiklosen Eindruckvon dein Thnn nnd Dichten der unmittelbar vorangegan-genen zwei oder drei Generationen empfangen, sragt mansich! was mag in ihrer Vorstellimg nnd M ihrem Gemütevon all dem zurückbleiben? Kann sich wirklich ans dieserSumme der Verneinung alles Erstrebten und Geschehenendie eine haarscharfe und himmelhohe Bejahung des ihnenvorgehaltenen, dem Autor allein heiligenJdeals triumphierendbehaupten, nicht weil, sondern obgleich beinahe alles Voraus-gegangene verkehrt, schief, albern oder lächerlich gewesen?Selbst für den unschuldigst aufnehmenden Jüngling mußbei einigem Besinnen der logische Widerspruch auftauchen,der hier aus allen Eckeil und Enden herausplatzt. Nehmeunur uur den Eckstein des ganzen Gebäudes! Nicht einmalder enge preußische Monarchismus läßt sich durchführen.Wir wissen ja, wie Kaiser Friedrich , der doch ein Hohen-zoller war uud gewiß kein unechter, von derselben Federzum reinen Thoren gestempelt, wie der Genius des deutschenVolkes über dessen grausames Schicksal zu frohlocken auf-gefordert ward. Nicht zu reden von den gesaunuten auderendeutschen Dynastien. Zn der That, wenn die KronePrenßen für das Gebahren ihres feierlich bestallten Hof-historiographen damit eine Art moralischer Verantwortlichkeitübernommen hätte, so konnte sie in ihrem Verhältnis zuihren treueu Bundesgenossen arg ins Gedränge kommen.Zwar am allerschlimmsten wird uur mit denen verfahren,welche seit 1866 und später ^wie Brauuschweig) beseitigtworden sind. Aber die vorurteilslose Entblößung allerSchandflecke, die an dem welfischen, hessischen und nassaui-schcn Pupur haften nnd einem etwa frivol republikanischen