anchmal, wenn wir die Parkanlagen eines Land-sitzes beschauend durchwandeln, stoßen wir auf ein seitlich ge-legenes Boskett und gewahren, in dessen Schatten tretend,ein Denkmal, welches der Besitzer oder einer seiner Vor-gänger den Mayen eines teuren Toten errichtet hat. Bild-liche Erscheinung wie Inschrift versetzen uns in andächtigeStimmung. Wir sagen uns: hier hat ein gutes, schönes,menschliches Verhältnis gewaltet, und wir wünschten etwaszu wissen von dem Hingeschiedenen, dem die Absicht galt,daß, ungekcmut von der großen Zahl und fern vom Marktdes Lebens, ein dauerndes Zeichen dankbarer Erinnerungkommenden Zeiten seine Spur erhalte.
Aus ähnlich gearteter Eingebung zunächst ist dies Buchhervorgegangen. Die Bausteine zu dem Denkmale bescheidenenUmfangs hat uns der Entschlafene selbst bereitet, und wemdies Zeichen der Pietät den Wunsch nahe legen sollte, mitdem Gegenstand derselben näher vertraut zu werden, deröffne diese Blätter, er wird es nicht bereuen. Am bestenwäre es ja gewesen, statt jeder neuen Ausführung denWortlaut der Vorrede wieder zu geben, mit welcher der ander Heransgabe überwiegend mitbeteiligte Freund desVerfassers den zureichenden Grund und den Wert derdarin enthaltenen Sammlung erläutert hat. Besser oderauch nur ebenso gut als er kann es selbstredend kein an-derer machen, und daß er es gethan, bedeutet an sich schon