Mine der größten Glorien des modernen Frankreichs ist mit ihm dahingegangen. Es ist nicht einmal nötig,einschränkend hinzuzusetzen! eine der gelehrten oder litterari-schen Glorien, denn seine Stellung zum eigenen Lande undzu allen gebildeten Nationen war eine so hervorragende,daß die Besonderheit des Berufs unter dem hohen Klangdes Namens zurücktrat. Eiue markante Figur, anziehendund fesselnd, ein Geist, der sein Licht nach allen Seitenstrahlen ließ und zahllosen Freunden geistigen GenussesNahrung und Freude in reichem Maße geboten hat; zu-gleich eine so eigenartige Erscheinung, daß die Charakteri-sirung seines Wesens den kritischen Sinn der Beobachterstets ganz besonders reizte und ihm neben seinem großenRuhm nicht wenig Sarkasmus eingetragen hat. Dabei,trotz aller Eigenartigkeit, ein Ganzes, wie es nur inFrankreich, sagen wir dreist: Paris , denkbar war, weilnur auf diesein Boden und in diesem Milieu es sich sounmittelbar und fühlbar warm lohnt, eine glänzende Federzu führen, weil eben die lohnende Dankbarkeit der lebendigenUmgebung wieder befruchtend auf den Empfangenden zu-rückwirkt. Wie gerade diese günstigen Bedingungen znRenans liebenswürdiger Grazie des Auftretens und zuseiner bestrickenden Kunst der Darstellung beigetragen habenmögen, läßt sich unter anderem aus dem Umständeschließen, daß er einer Provinz entstammte, deren Charakter
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