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Vorwort.
ersten Band bis zu dem letztern Zeitpunkte, also dem Ende des 17. Jahr-hunderts, fortzuführen, wo die lateinische Sprache vor der deutschen zu-rücktritt, wo Frankfurt seine internationale Bedeutung verliert und Leipzig in beschränkterm, nationalem Sinne die Aufgaben der frankfurter Buch-händlermessen fortführt."
Als Kapp die Arbeit übernahm, hatte er sich vorbehalten, für ein-zelne Abschnitte Mitarbeiter hinzuzuziehen, weil eine gewisse Teilung derArbeit notwendig sein werde. Einzelne Versuche, Mitarbeiter zu ge-winnen, über welche die Berichte sich äußern, sind schließlich fehlgeschlagen;jedoch gelang es, Herrn Regierungsrat Buch er in Wien und HerrnProfessor Dr. Lewis in Greifswald zur Übernahme, und zwar denerstern des vierten Kapitels (Äußeres des Buchs), den letztern desSchlußkapitels (Nachdruck) zu bestimmen. Das vierte Kapitel hatteKapp im Sommer 1884 erhalten und noch selbst mit Freude und Ge-nugthuung gelesen; das elfte Kapitel ist erst nach seinem Tode abge-schlossen, nachdem sich übrigens Kapp über den Plan und die Dar-stellung mit Herrn Professor Lewis vollkommen verständigt hatte.
Der Zustand, in welchem sich die Handschrift des ersten Bandes der Ge-schichte des Deutschen Buchhandels an dem Todestage des Verfassers, dem27. Oktober 1884, befand, ist in dem Vorworte S. ix fg. dargelegt, auchist daselbst berichtet, wie und von welchen Herren die vorhandenen Lückenausgefüllt wurden und die Arbeit druckreif fertiggestellt ist. Ich kann nichtunterlassen, den Herren Geh. Hofrat Dr. Fr. Zarncke, Dr. Albr. Kirch-hofs und F. Herm. Meyer für diese aufopfernde, mühselige Thätigkeitden aufrichtigen warmen Dank aller Hinterbliebenen auszusprechen.
Auf den Vorschlag der Historischen Kommission hat der Vorstanddes Börsenvereins der Deutschen Buchhändler beschlossen, den ersten Bandder Geschichte des Deutschen Buchhandels, ohne Rücksicht darauf, ob undwann der zweite Band geschrieben wird, drucken zu lassen. Die schönsteAnerkennung für Friedrich Kapps Arbeit wäre es, wenn unter Benutzungdes von ihin gesammelten Materials recht bald eine Fortsetzung undein Schluß der Geschichte des Deutschen Buchhandels in seinem Sinnegeschrieben würde.
vr. Alfred v. d. Leyen.